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Leichlingen: Hallenbad-Neubau soll im Herbst starten

Schwimmen in Leichlingen : Hallenbad-Neubau soll im Herbst starten

Die Stadt und das Bauunternehmen unterzeichneten jetzt den Vertrag. Leichlingen will rund 12,8 Millionen Euro in das neue Blütenbad investieren.

Sechs Wettkampfbahnen (statt bisher fünf) soll es in dem 25 Meter langen Schwimmerbecken des neuen Leichlinger Hallenbades geben. Das Nichtschwimmerbecken erhält einen Hubboden, der auf Wassertiefen von null bis 1,80 Meter angepasst werden kann. Und im Kleinkinderbecken mit etwa 60 Quadratmetern Wasserfläche sind einige Attraktionen sowie eine Rutsche vorgesehen.

Am Donnerstag unterzeichneten Alice Bosch, Geschäftsführerin der Leichlinger Bäderbetriebs- und Beteiligungsgesellschaft mbH (LBB), und Paul Gerrits, Geschäftsführer der Pellikaan Bauunternehmen Deutschland GmbH, in Anwesenheit von Bürgermeister Frank Steffes den Vertrag über den Neubau des Blütenbades. Im Herbst dieses Jahres sollen die Arbeiten starten. 12,8 Millionen Euro sind für den Neubau veranschlagt.

Das Ratinger Unternehmen hatte nach einem fast einjährigen Vergabeverfahren den Zuschlag erhalten. Pelikaan sei ein „Profi im Bäderbau“ und soll nach Angaben der Stadtverwaltung als „Totalübernehmer“ das neue Bad schlüsselfertig planen und errichten. Das Unternehmen habe unter anderem vor zwei Jahren in Solingen den Neubau des Hallenbades Vogelsang realisiert. Beim Leichlinger Bauvorhaben werde es vom Düsseldorfer Architekturbüro POS4 Architekten Generalplaner GmbH begleitet.

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Das neue Hallenbad soll künftig unmittelbar neben den Freibadbecken stehen, das ebenfalls (für rund drei Millionen Euro) umgebaut wird. Teilweise zu öffnende Fassadenflächen bieten dann vom Hallenbad Zugang zum Freibad, berichten die Vertragsunterzeichner. Der kleine Textilsaunabereich, der eine Bio-Sauna und ein Dampfbad umfasst, werde durch einen Bereich mit Fußbecken, Duschen und Liegen sowie einem Außenbereich zum Verweilen oder Abkühlen in einem Kaltwasserbecken nach kneippscher Art aufgewertet. Im Obergeschoss des Gebäudes seien Personal- und Verwaltungsräume geplant. Bisher hat die Bäderverwaltung Büros im Leichlinger Rathaus angemietet.

Größtmögliche Dämmmaßnahmen der Gebäudehülle, moderne Lüftung mit Wärmerückgewinnung, optimale Wasserhydraulik und Pumpensysteme in der Wasseraufbereitung sollen den Kohlendioxid-Ausstoß senken und den vorgeschriebenen Anforderungen an Energieeffizienz entsprechen. „Die Dachkonstruktion wird so geplant, statisch bemessen und hergestellt, dass später gegebenenfalls eine Photovoltaikanlage errichtet werden kann“, teilt die Stadt mit. Die Firma Pellikaan sei während der Planungs- und Bauphase an Nachhaltigkeitskriterien gebunden, die die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB) festgelegt habe.

Das alte Hallenbad bleibt, wenn möglich, bis zur Fertigstellung des Neubaus durchgehend in Betrieb. Die Eröffnung des neuen Hallenbades ist für Mitte 2023 geplant. Was dann mit dem alten Schwimmbad passieren soll, steht noch nicht fest. Der Aufsichtsrat der LBB habe noch keinen Beschluss gefasst. „Es gab Sondierungsgespräche mit einem Projektentwickler“, berichtet Alice Bosch. „Weitere sind geplant.“