Leichlingen: Geldautomat in der Kirchstraße gesprengt

Am frühen Morgen : Geldautomat in der Kirchstraße in Leichlingen gesprengt

Anwohner wurden am frühen Morgen durch eine Explosion aus dem Schlaf gerissen. Drei maskierte Männer flohen vom Tatort. Die Polizei sucht Zeugen.

Schreck am frühen Freitagmorgen. Gegen 4.30 Uhr wurden Anwohner der Kirchstraße in Leichlingen aus dem Schlaf gerissen. Wie die Polizei berichtet, haben drei Täter einen Geldautomaten der Commerzbank in die Luft gesprengt.

Die drei maskierten Täter drangen in den Vorraum der Bank ein, leiteten Gas in den Automaten ein und brachten ihn zur Explosion. Das Geldfach blieb allerdings unversehrt, die drei verließen die Bank ohne Beute. Auch das Gebäude wurde nicht weiter beschädigt.

Mehrere Anwohner hatten beobachtet, dass die drei maskierten Täter anschließend in einem dunklen Daimler-Kombi in Richtung Am Hammer flüchteten. Die Fahndung der Polizei blieb allerdings ergebnislos. Die Spurensicherung untersuchte am Freitagvormittag intensiv den Tatort und war dabei auch erfolgreich.

Die Polizei bittet jetzt dringend Zeugen um Hinweise. Auch Personen, die zu der Uhrzeit in Leichlingen unterwegs waren, etwa mit dem Hund, und Handyaufnahmen gemacht haben, werden dringend gebeten, sich bei der Polizei zu melden. „Manchmal erhalten wir so völlig andere Blickwinkel und Erkenntnisse zu einem Vorfall“, sagte Polizeisprecher Richard Barz.

Interessant für die Polizei ist auch, dass es bereits am 11. Februar einen Versuch gegeben hat, den Geldautomaten in der Commerzbank zu manipulieren. Damals wurden zwei Personen von der Überwachungskamera aufgezeichnet, die sich nachts an dem Automaten zu schaffen machten. Damals war sich die Polizei nicht sicher, ob die beiden „nur“ den Automaten aufbrechen wollten oder es sich um eine versuchte Sprengung handelte. „Nach den heutigen Ereignissen tendieren wir eher zur versuchten Sprengung“, sagte Barz.

Im Mai 2018 war in Leichlingen ein Geldautomat der Deutschen Bank gesprengt worden. Bei den Tätern, die immer wieder in der ganzen Region zuschlagen, handelt es sich laut Polizei um gut organisierte Banden aus den Benelux-Staaten, die zumeist aus den Niederlanden über die Grenze kommen, nachts zuschlagen und schnell wieder verschwinden. In den vergangenen Monaten und Jahren gab es immer wieder Sprengungen von Geldautomaten, etwa im Kreis Mettmann oder im Bergischen Land.

Hinweise von Zeugen nimmt die Polizei Rheinisch-Bergischer Kreis unter der Telefonnummer 02202 205-0 jederzeit entgegen.