Jahresrück- und Ausblick der Stadt Leichlingen erlebte ein historisches Jahr, das „so viel mehr war als nur Corona“

Leichlingen · Der Bürgermeister blickt auf ein Jahr voller Herausforderungen mit und trotz der Pandemie zurück. 2021 sind Digitalisierung von Verwaltung und Schulen, Hallenbad- und Kita-Neubauten zentrale Themen.

 Auch an der Grundschule Büscherhof freuten sich Lehrer und Schüler über die digitale Ausstattung, die die Stadt finanziell förderte.

Auch an der Grundschule Büscherhof freuten sich Lehrer und Schüler über die digitale Ausstattung, die die Stadt finanziell förderte.

Foto: Uwe Miserius/Miserius, Uwe (umi)

Die üblichen Jahresrückblicke laufen normalerweise so ab, dass die Verantwortlichen präsentieren, was sie von ihren Ankündigungen zu Anfang des Jahres umsetzen konnten. Doch normal ist selbst das zu Corona-Zeiten nicht: Bürgermeister Frank Steffes blickte deshalb am Mittwoch auf ein „historisches“ Jahr 2020 zurück, das neben einer Vielzahl von Projekten etliche Überraschungen und Herausforderungen bereitgehalten hat.

In den vergangenen zwölf Monate habe Corona fast jedes Gespräch dominiert, das öffentliche Leben jetzt schon zum zweiten Mal zum Stillstand gebracht und kaum einen Arbeitsplatz vor Veränderungen verschont. Durch die massiv vorangetriebene Digitalisierung war und ist es jetzt unter anderem möglich, 148 Mitarbeiter der Verwaltung ins Homeoffice zu schicken. Zugleich wurde der Breitband- und Mobilfunkausbau so forciert, dass 2022 möglicherweise auch alle privaten Haushalte ans Glasfasernetzwerk angeschlossen sind. Schon jetzt können in Leichlingen viele Menschen während der Pandemie von Zuhause aus arbeiten. Zugleich sagt Steffes: „2020 war so viel mehr als nur Corona.“

Die Schulen und Kitas sind im ablaufenden Jahr vorangekommen: Über eine Landesförderung wurden rund 600 iPads und Notebooks für die Schulen angeschafft. Damit auch über Corona hinaus die dortige IT-Entwicklung weitergeht, schreibt die Stadt aktuell eine Stelle für den technischen Support aus. Zwar sind Glasfaserkabel bereits bis zum Schulzentrum gelegt. Was allerdings noch fehlt, ist die Infrastruktur in den Gebäuden, um die informationstechnischen Möglichkeiten voll nutzen zu können. Den digitalen Ausbau der Schulen zählt der Bürgermeister deshalb zu den Projekten, die auch 2021 auf seiner Agenda weit oben stehen werden.

Zu den analogen Erfolgen der zurückliegenden Monate zählt er unter anderem den Start der kompletten Sanierung der Grundschule Büscherhof, den Umbau des Erdgeschosses im Alten Rathaus zum Veranstaltungsraum, die Gesamtsanierung der Asylbewerberunterkunft in der Friedenstraße und die Vorbereitungen für den Bau der neuen Sporthalle und einer Kita in der Balker Aue. Dort soll im Übrigen kurzfristig der Kunstrasenplatz saniert werden – heute entscheidet der Rat über die Vergabe des Auftrags.

Insgesamt bescheinigt Steffes der Verwaltung, trotz Corona ihre Aufgaben im Griff zu haben – und gewinnt der Pandemie sogar positive Aspekte ab: „Corona hat den Wandel beschleunigt. Viele Menschen arbeiten heute im Homeoffice, was vor kurzem so nicht denkbar war. Weniger Pendler tragen zugleich zum Klimaschutz bei. Außerdem nehmen dadurch die Einkäufe in der Stadt zu, Kaufkraft wird gebunden. Und nicht zuletzt – obwohl die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Homeoffice sicher nicht einfach ist – bedeuten die kürzeren Wege mehr Zeit miteinander.“

Für 2021 haben für ihn vor allem die weitere Digitalisierung hin zur papierlosen Verwaltung Priorität, außerdem der Neubau des Hallenbades, das dann in die Hauptplanungsphase geht und der Ersatz der Henley-Brücke bis Ende 2021. Außerdem stehen die Kita-Neubauten an der Uferstraße und in Büscherhöfen sowie der Umbau beider Stadtparks im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes 2021 auf dem Programm.

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