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Leichlingen ehrt Sportler mit dem Sportabzeichen

Balker Aue : Stadt ehrt Sportler mit dem Sportabzeichen

Das Deutsche Sportabzeichen ist die höchste Auszeichnung außerhalb des Wettkampfbereichs und wird jährlich durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) verliehen. Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und darüber hinaus Kondition stellen elementare Bausteine dar.

Jedes Jahr gehen viele Hundertausend Sportler an den Start – so auch in Leichlingen.

Dort kam eine Reihe von ihnen nun auf dem Sportplatz in der Balker Aue zusammen. Die feierliche Verleihung fand zwar nicht den Anklang, den sie in den Augen der Anwesenden wohl eigentlich verdient hätte, doch merklich füllte Stolz den Raum.

Wenngleich stellt die Zeremonie für den ein oder anderen Athleten eine liebgewonnene Gewohnheit dar und aufgeregt ist Friedel Lottermoser nach all den Jahren sicher nicht mehr. Schließlich absolvierte der 83-Jährige das Abzeichen bereits zum 53. Mal. „Angefangen hat das“, sagt er, zögert und lacht schließlich laut los: „Ja, vor 53 Jahren.“

Seitdem also zieht es den Rentner in jedem Jahr an die Startlinie. Neben Schwimmen und Turnen, ist es vor allem die Leichtathletik, in der viele Sportler das Abzeichen absolvieren – so auch Lottermoser. Und das trotz zahlreicher Verletzungen in seinen jüngeren Jahren.

Ein Nachbar brachte ihn damals zum Mitmachen, nun ist aus der Laune eine Tradition geworden. „Für die Leichathletik hatte ich schon immer etwas übrig“, betont der 83-Jährige, den der wöchentliche Sport fit hält, wie er sagt. Außerdem wohne er im 3. Stock, fügt er an und grinst.

Insgesamt absolvierten und bestanden im vergangenen Jahr 39 Personen das Abzeichen. Sehr zum Bedauern von Stadtsportchef Karlheinz Dick sind das zehn Leute weniger als 2017. Immerhin holten die 27 Erwachsenen und zwölf Jugendlichen 22 Gold-, zwölf Silber- und zwei Bronzeauszeichnungen.

Überdies macht Dick für den kleinen Schwund einen besonderen Grund aus: den noch fehlenden Sportwart und Beauftragten in der Stadt. Dieses Problem sollte sich in Zukunft jedoch gelöst haben. Mit Dietmar Kaschada hat sich jetzt endlich ein Freiwilliger gefunden. „Ich will die positiven Dinge, die der Sport mir gegeben hat, weitergeben“, bekräftigt er. Im April steht die Wahl an.

Der 61-Jährige trainiert die U16 der Leichtathleten der Blütenstadt und ist diplomierter Sportlehrer an einer Schule in Düsseldorf. Sollte er sich durchsetzen, wird es seine Aufgabe sein, die Wettkämpfe zu organisieren und Schüler in den Schulen für sie zu begeistern.

Sein Alter ist ihm dank des vielen Sports dabei keineswegs anzusehen. Das übrigens gilt auch für Friedel Lottermoser. Dank des Sports zu einem langen Leben, so ist der Plan. „Wollen wir’s hoffen“, sagt er und lacht.