Leichlingen: Der Förderverein Alter Wasserturm besteht 20 Jahre.

Förderverein feiert : 20 Jahre für den alten Wasserturm

Der Förderverein feierte seinen runden Geburtstag. 80 Mitglieder engagieren sich für den Erhalt des Industrie-Denkmals. Und etliche spielen leidenschaftlich Boule.

Vor 20 Jahren gründete sich der Förderverein Alter Wasserturm, um das industrielle Denkmal unweit des kommunalen Friedhofs in Witzhelden für kommende Generationen zu erhalten. Heute zählt der Zusammenschluss rund 80 Mitglieder, viele davon leidenschaftliche Boule-Spieler, die den Platz in einen beliebten Treffpunkt verwandelt haben.

Bei Kaffee, Kuchen und kalten Getränken wurde der runde Geburtstag gefeiert und der Geselligkeit gefrönt, die im Kern diesen Verein ausmacht, unterstrich Franz Bohne. Der Vorstandsvorsitzende und Martin Schwarz, Leiter der Spielgemeinschaft, ließen bei dieser Gelegenheit die Zeit Revue passieren.

Es war ein ehrgeiziges Projekt, das sich damals eine Hand voll engagierter Witzheldener beim 100-jährigen Bestehen des Wasserturms 1999 vornahmen. „Damals wurde der Wasserturm stillgelegt und musste restauriert werden, und wir wollten den Turm unbedingt für die Nachwelt erhalten“, erinnerte sich Bohne.

Ein langwieriges Unterfangen, das zunächst auch nur schleppend funktionierte. Die Stadt konnte sich finanziell nicht beteiligen, der Verein musste die nötigen Mittel aus eigener Kraft stemmen. „In den Jahren und hauptsächlich durch ehrenamtliche Eigenleistung ist der Platz entstanden, wie wir ihn heute kennen“, berichtete der Vorsitzende.

Bald nutzten auch Nachbarn den idyllisch gelegenen Ort. „Nach Feierabend kamen regelmäßig Leute zum Boule spielen vorbei, was ich sehr interessant fand.“ Auf Initiative von Martin Schwarz  beschloss der Verein 2001, innerhalb seiner Strukturen eine feste Spielgemeinschaft zu gründen, die den Platz um den Turm langfristig mit Leben füllen sollte. „Das ist uns dann auch gut gelungen“, fasste Schwarz zusammen.

Die aktuell rund 20 Boule-Spieler in der Spielgemeinschaft sind Mitglied im Förderverein und kümmern sich um die Pflege der Anlage. Sie treffen sich zum regelmäßigen Training am Turm und reisen zu ihren Wettkämpfen durch die Region. „Derzeit haben wir zwei Mannschaften mit je zehn Spielern“, berichtete Schwarz. Die ist Tabellenführer der Kreisliga, die andere Tabellen-Erste in der Bezirksliga. „Damit sind wir auch sportlich betrachtet sehr gut aufgestellt“, fasste Schwarz zusammen, der für die Spieler derzeit auf der Suche nach einer Halle ist, in der sie auch über die Wintermonate trainieren können.

„In Zukunft würden wir uns, wie jeder Verein, über jungen Nachwuchs freuen. Unser Anspruch ist es nie gewesen, ein Massenverein zu werden, und auch unsere sportlichen Ambitionen halten sich in Grenzen. Unser Erfolg“, betonte Schwarz jedoch, „kommt von allein, durch ein gesundes Miteinander.“

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