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Leichlingen: Baustelle obere Kirchstraße ist 2022 fertig

Nachgenehmigungen der Stadt Leichlingen stehen noch aus : Baustelle obere Kirchstraße ist 2022 fertig

Weil noch Genehmigungen ausstehen, liegt die Baustelle in der Spitzkehre brach. Zur Verkehrs­sicherheit im dem Bereich gab es einen Ortstermin unter anderem von Stadt, Polizei und Straßen NRW.

Das Bauvorhaben an der oberen Kirchstraße scheint nach wie vor unter keinem guten Stern zu stehen. Nach jahrelangen Planungen, wechselnden Grundstückseigentümern und Bauherren schien das Projekt in der Spitzkehre zuletzt zwar voranzugehen: Das Essener Bauunternehmen Harfid hatte die Baustelle eingerichtet, um im weiteren Verlauf für den Immobilienkonzern Vivawest zwei Stadtvillen mit Mietwohnungen zu errichten.

Nun aber liegt alles schon wieder einige Wochen brach. Anwohner sind irritiert, zumal das Areal zwar von einem Bauzaun umgeben ist, der aber häufig offensteht und die Baustelle dadurch nicht gesichert ist. „Das Projekt ist alt, die Bauge­nehmigung entsprechend auch. Wir haben festgestellt, dass die genehmigten Grundrisse nicht zum dem passen, was wir für Vivawest bauen“, berichtet jetzt Harfid-Projektleiter Helmut Biehn auf Anfrage unserer Redaktion.

Gewartet wird derzeit auf eine Nachtragsgenehmigung für die innenliegenden Treppenhäuser. Wann die Stadtverwaltung diese erteilt, sei noch offen, sagte Biehn. Er rechne mit einigen Wochen. So lange wird sich auf der Baustelle erst einmal nicht viel tun. Mittlerweile aber, so hieß es von Vivawest, sei die Baustelle „ordnungsgemäß eingerichtet und gesichert“. Ende vergangener Woche hat es zudem eine gemeinsame Begehung der Kirchstraße im Bereich der Kurve und des Baugrundstücks gegeben, an der neben dem Landesbetrieb Straßen NRW auch das Bauunternehmen, die Feuerwehr, die Stadtverwaltung und die Polizei teilgenommen haben.

Ziel: auf einen gemeinsamen „Nenner“ zu kommen, was die Straßensicherung und die Wasserableitung über Straße und Grundstück angeht. „Es ging unter anderem darum, wie Gefahren durch einen eventuellen Starkregen abgewendet werden könnten“, berichtete Biehn. Zugleich hat laut Stadt eine Ortsbesichtigung der Unteren Straßenverkehrsbehörde mit einem Mitarbeiter des Landesbetriebs stattgefunden, weil bereits seit dem Starkregen 2018 auf Bürgersteig und Schulweg an der Ecke Kirchstraße/Am Rauenbusch ein Loch klafft. Umgeben ist es nur mit instabilen Absperrungen, die teilweise quer über der Einbruchstelle liegen.

„Als Ergebnis ist festgehalten worden, dass die Straßenmeisterei Solingen kurzfristig das wellige Pflaster komplett aufnehmen und die Fläche ebenerdig mit Schotter auffüllen und verdichten wird“, hieß es danach aus der Stadtverwaltung.

Der Schaden sei auf einen Mangel in der Straßenentwässerung von Straßen NRW zurückzuführen, an der Stelle verjünge sich der Regenwasserkanal. Straßen NRW sei nun in der Pflicht, den Schaden im Gehweg und auf der angrenzenden Parkfläche zu beseitigen. Allerdings schreibt die Stadt weiter: „Leider ist die Kanalmaßnahme aktuell durch den Neubau in der Spitzkehre und den daraus resultierenden verkehrlichen Problemen nicht möglich. Mit dieser kurzfristigen Maßnahme schafft die Straßenmeisterei zumindest übergangsweise eine sichere Nutzung des Gehweges für die Schulkinder.“

Laut der Firma Harfid ist mit der Fertigstellung des Bauprojektes im Sommer 2022 zu rechnen.