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Leichlingen: Basketballspiel endet mit Polizeieinsatz

Junge Leichlinger missachten Corona-Regeln : Basketballspiel endet mit Polizeieinsatz

Nachdem sie von einem Anwohner angeschwärzt wurden, zeigen sich mehrere junge Leichlinger renitent gegenüber Ordnungskräften. Es hagelte Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Coronaschutzverordnung, wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Körperverletzung und Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes.

Mit einem größeren Polizeieinsatz und mehreren Anzeigen ist am Donnerstag ein Basketballspiel von jungen Leichlingern zu Ende gegangen. Wie die Polizei mitteilt, hatte ein Anwohner die Beamten gegen 16 Uhr zum Weißdornweg gerufen, weil auf dem nahegelegenen Spielplatz eine Personengruppe unter Missachtung der geltenden Coronaschutzverordnung den Basketballplatz nutze.

Als der Streifenwagen eintraf, flüchten drei von insgesamt sieben Personen und rannten in ein angrenzendes Waldgebiet. Die verbliebenen vier jungen Männer auf dem Basketballplatz trugen keine Masken und hatten auch keine bei sich. „Sie verhielten sich unkooperativ, provokant und unterließen zunächst auch trotz mehrfacher Aufforderung nicht das Basketballspielen“, heißt es von der Polizei.

Um die Personalien feststellen zu können, wurde einer von ihnen am Streifenwagen nach Ausweispapieren durchsucht. Zwei seiner Freunde – beides 19-jährige Leichlinger – filmten dies heimlich unter Gelächter „und unterließen das Filmen auch trotz Hinweises auf eine Strafbarkeit nicht“, so der Bericht. Sie wurden daraufhin aufgefordert, ihre Mobiltelefone als Beweismittel auszuhändigen.

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Der vierte junge Mann, ein 18-jähriger Leichlinger, sei hinzugekommen und habe gestört, indem er mit dem Basketball in unmittelbarer Nähe der Beamten dribbelte. „Statt dies nach Aufforderung zu unterlassen, drehte er sich ruckartig um und brachte den Ball in Richtung des Gesichtes eines Polizisten, der mit dem Unterarm abwehren konnte, im Gesicht getroffen zu werden und dadurch leicht am Unterarm verletzt wurde“, teilt die Polizei mit.

Damit er nicht weiter stören konnte, habe ein Beamter den 18-Jährigen schließlich zu Boden bringen wollen. „Hierbei entstand ein Gerangel, bei dem sich der junge Mann losriss und seine Arme gegen den Beamten erhob. Da er sich weiter massiv wehrte, konnte der Widerstand nur durch körperliche Gewalt gebrochen und der Mann anschließend gefesselt werden.“

Währenddessen seien seine Freunde hinzugekommen, hätten lautstark gebrüllt und eine Polizistin an den Unterarmen ergriffen. „Ein Angriff auf den am Boden knienden Polizisten konnte nur durch ein Zurückdrängen unterbunden werden.“

Nachdem weitere Polizisten zur Unterstützung eingetroffen waren, habe sich die Situation beruhigt. Die beiden Handys zog die Polizei nach eigenen Angaben ein. Die vier jungen Leichlinger seien nach Hause begleitet worden, um ihre Personalien festzustellen.

Sowohl der 18-Jährige als auch ein Polizist wurden dem Bericht zufolge leicht verletzt. Die Beamten erstatteten Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Coronaschutzverordnung, wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Körperverletzung und – gegen die beiden Handy-Filmer – wegen Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes.

(sug)