Leichlingen: Arbeiten für neue Wupperbrücke sind etwas in Verzug geraten

Wupperbrücke : Hochwasser behindert Bauarbeiten

Zu hoher Wasserstand behindert die Bauarbeiten an der neuen Wupperbrücke an der Stadtgrenze. Derzeit können die Arbeiten nur auf der Solinger Seite umgesetzt werden. Fertigstellung ist weiterhin für Ende 2020 geplant.

Die Bauarbeiten an der neuen Wupperbrücke nahe der Haasenmühle sind etwas in Verzug geraten. Grund ist neben dem hohen Wasserstand der Wupper auch neues Gerät, das zunächst herangeschafft werden musste, um die erforderlichen Arbeiten beim Setzen der Spundwände erledigen zu können. „Das ging nicht so zügig voran wie erwartet“, sagt Sabine Rische von der städtischen Pressestelle auf Anfrage unserer Redaktion. Sie betont aber auch: „Der Zeitplan zur Fertigstellung der Wupperbrücke bis Ende des nächsten Jahres ist nicht gefährdet.“

Gleichwohl müssten sich die Bauarbeiter sputen. Im Moment sind sie dabei, die Spundwände zu setzen, um das Fundament legen zu können. „Aktuell kann wegen des hohen Wasserstandes der Wupper und auch des Grundwassers aber nur auf Solinger Seite gearbeitet werden. Für das Setzen der Spundwände auf Leichlinger Seite ist derzeit das Wupperwasser im Weg“, sagt Sabine Rische. Von daher sei man zeitlich ins Hintertreffen geraten. Die Bauarbeiten sollen jetzt aber so optimiert werden, damit parallel verschiedene Arbeiten in Angriff genommen werden können. Allerdings wird in Kürze nun erst einmal eine Weihnachtspause eingelegt, und zwar vom 20. Dezember bis zum 6. Januar. Mit dem eigentlichen Neubau der Brücke wird dann im Frühjahr 2020 gestartet.

Voraussetzung dafür ist aber, dass bis dahin die Fundamente gelegt worden sind. Dafür braucht es zunächst die Spundwände, die bis zu sieben Meter tief in den Boden eingezogen werden. Die sorgen insbesondere dafür, dass kein Grundwasser die Bauarbeiten beeinträchtigt. Außerdem muss noch eine sogenannte Sauberkeitsschicht beziehungsweise Unterbeton eingezogen werden, bevor die eigentlichen Neubauarbeiten losgehen können.

Im Juni 2017 hatte die alte Brücke, die 1958 als Spannbetonkonstruktion errichtet worden war, wegen großen Baumängeln für den Verkehr gesperrt werden müssen. Für die Stadt Solingen und den Rheinisch-Bergischen Kreis als Eigentümer des Bauwerks war klar, dass schnell wieder eine neue Brücke über die Wupper gebaut werden soll. Damit der Verkehr auf der Kreisstraße 1 weiter rollen kann, wurde Ende des vorigen Jahres eine Behelfsbrücke aufgebaut, über die derzeit der Verkehr geregelt wird.

Auf der Leichlinger Seite stehen die Bauarbeiten derzeit still. Foto: Meuter, Peter (pm)

Von der maroden Wupperbrücke zwischen Solingen und Leichlingen ist schon seit einigen Wochen nichts mehr zu sehen. Auch die Widerlager, auf der der Überbau der alten Brücke verfestigt war, sind auf beiden Seiten verschwunden. Die aufwendig eingebaute Arbeitsbühne unterhalb der alten Brücke ist darüber hinaus wieder abgebaut worden. Da sich die Brücke im sogenannten Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH) befindet, war Sorgfalt beim Abriss angesagt. Die Arbeitsbühne verhinderte, dass  Baumaterialien in die Wupper fielen.