Leichlingen: Alpaka-Hengst Horst lebt jetzt in der Eifel

Tierischer Umzug : Alpaka-Hengst Horst lebt jetzt in der Eifel

Vor drei Jahren kam Horst auf dem Hielscher Hof zur Welt. Wegen drohender Rangkämpfe mit dem Vater musste er den Hof verlassen.

Alpakas haben ein flauschiges Fell, sehen knuffig aus und sind aktuell der letzte Schrei. Sei es als Weggefährte bei einem ausgiebigen Spaziergang, als Gast und Fotomotiv auf der eigenen Hochzeit oder als dekorative Holzfigur. Auch in Leichlingen ist das Trend-Tier beheimatet – nämlich auf dem Hielscher Hof. Horst, das RP-Alpaka, hat sich aber auf den Weg in die Eifel gemacht.

Vor kurzem feierte Horst seinen dritten Geburtstag. Denn am dritten Advent 2015 erblickte der kleine Alpaka-Hengst das Licht der Welt im Stall von Bernd und Ute Hielscher in Krähwinkel. In einer Aktion mit der Rheinischen Post fanden die Hofbesitzer damals Paten für das Fohlen: Dieter Kalla und Christine Bienewald. Horst entwickelte sich zu einem kleinen Mann mit einem eigenen Kopf, eben etwas bockig. Er aß gerne Alpaka-Müsli, Heu und Gras, die Paten durften seine Wolle nach dem ersten Haarschnitt mitnehmen.

Doch wie genau Horst seinen jetzigen Ehrentag gefeiert hat, wissen die Hielschers gar nicht. Denn Horst wurde vor über einem Jahr verkauft. Er musste den Hof verlassen. Horst lebt jetzt in der Eifel. Denn früher oder später hätte es Ärger mit Vater Socke gegeben. „Irgendwann hätten die Rangkämpfe um die Mädels angefangen. Und das wäre auch ab einem gewissen Punkt Inzucht“, sagt Hielscher. Ein bis zwei Jahre hätte es mit Vater und Sohn noch gut gehen können. Aber zum Äußersten wollte es Hielscher nicht kommen lassen. Außerdem soll die Anzahl der Tiere begrenzt bleiben auf fünf bis sieben Alpakas. „Der Deckhengst ist fleißig“, sagt Hielscher lachend. Eine Viehzucht wolle sie nicht betreiben.

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Der Abschied von Horst fiel dennoch nicht leicht. Aber Ute Hielscher weiß, dass es dem Alpaka-Hengst in der Eifel gut geht. „Da hat er zwei Stuten für sich alleine“, scherzt sie. Und somit auch keine Konkurrenz. Die Landwirtin achtet immer darauf, dass die Alpakas Gesellschaft haben. Denn sie sind Herdentiere. „Zwei Ponys zählen dann nicht. Sie müssen schon mit Artgenossen zusammenleben“, betont Hielscher.

Alpakas zählen zu den Kamelen und sind eigentlich in den südamerikanischen Anden zu Hause. „Da gibt es nicht viel zu fressen“, berichtet Hielscher. Daher reiche eine handvoll Alpaka-Müsli am Tag aus. Heu steht ihnen auf dem Hielscher Hof zur freien Verfügung. „Sie sind beim Essen sehr empfindlich. Sie sind wie Diabetiker“, erzählt die Leichlingerin. Gerne angefasst werden die Tiere nicht. Manchmal lassen sich Lakritz, Schneewittchen, Schoko und Socke aber zu ein paar Streicheleinheiten verführen. „Wir nennen sie aber eigentlich alle nur Schnuckelchen“, merkt Ute Hielscher an  und lacht.

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