Leichlingen: 90 Stände beim Stadtfest

Leichlingen: Stadtfest mit ein wenig Kirmesflair

Die 46. Auflage der Traditionsverantaltung lockte mit 90 Ständen.

Mit nur noch fünf Organisatoren und einer Hand voll Helfer stemmt der Stadtfest-Verein seit einigen Jahren die Leichlinger Traditionsveranstaltung. Doch nun steht Unterstützung ins Haus: Als Praktikanten haben bei der 46. Auflage des zweitätigen Festes Thomas Richter und Martin Metz die Veranstalter unterstützt – und waren zunächst nicht abgeschreckt vom mehrtägigen und nächtlichen Krafteinsatz. „Bisher war ich beim Schulverein Büscherhof aktiv, nun würde ich gerne hier mitmachen“, sagte Martin Metz am Samstag. Da eröffnete Bürgermeister Frank Steffes gerade mit dem Fassanstich im Brückerfeld das Stadtfest und den Praktikanten standen noch mindestens 36 Stunden Dauereinsatz bevor.

Das 46. Leichlinger Stadtfest lockte viele
Das 46. Leichlinger Stadtfest lockte viele Besucher. Foto: Miserius, Uwe (umi)

Auch in diesem Jahr zog sich die Festmeile wieder vom Brückenplatz über die Brückenstraße durchs Brückerfeld bis auf die Postwiese. 90 Stände von 35 Leichlinger Vereinen und 55 Händlern säumten den Weg. Gerade in der Brückenstraße war der Anteil kommerzieller Anbieter diesmal sehr hoch. „Wir haben die Stände in diesem Jahr etwas mehr danach gebündelt, welches Angebot auch am Abend noch interessant ist und wer deshalb bis 23 Uhr den Stand offen hält“, erklärte Organisator Maurice Winter. So konzentrierten sich die Vereins-, Imbiss- und Getränkestände diesmal vor allem im Brückerfeld und auf der Postwiese. „Wir haben den Eindruck, dass der Zustrom dorthin und die Stimmung am Abend deshalb noch besser ist“, sagte Winter.

Auf dem Brückenplatz am anderen Ende hatten Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz und Technisches Hilfswerk tagsüber zum zweiten Mal die Blaulicht-Meile mit Rettungswagen und -boot aufgebaut. Das habe sich im letzten Jahr bewährt, das Interesse an der Arbeit der Helfer sei groß und ersetze sehr gut die frühere Bühne, die an dieser Stelle nicht mehr bezahlbar sei, so die Veranstalter.

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Ein bisschen Kirmesflair gab´s derweil zwischen Brückenstraße und Brückerfeld: Auf der sogenannten Querspange drehte sich nicht nur ein Kinderkarussell, auch der „Scheibenwischer“ schleuderte massenhaft kreischende Besucher durch die Luft. „Wir hätten gerne noch mehr Kirmes, eine Art Rundparcours über die Spange“, berichtete Maurice Winter. Doch die Fahrgeschäfte bräuchten viel Platz und müssten gerade stehen, was an der Stelle schwierig sei. Außerdem müsse der Weg für die Rettungskräfte freigehalten werden. Über deren Einsatz beim Stadtfest zog Maurice Winter eine vorläufige positive Bilanz: „Es scheint in der Nacht von Samstag auf Sonntag eher ruhig gewesen zu sein.“

Die Praktikanten Thomas Richter und Martin Metz indes waren auch am Sonntagmorgen noch voller Elan. „Sie sind wirklich mit Spaß bei der Sache und wir sind sehr optimistisch, dass sie uns auch in den nächsten Jahren unterstützen werden“, hofften die bisherigen fünf Organisatoren.