Künstler spenden Werke : Kunstauktion bringt 3030 Euro für den Quartierstreff

Die Existenz des Quartierstreff in Leichlingen ist in akuter Gefahr. Das liebe Geld ist einmal mehr das Problem, neue Geldgeber sind nur mit viel Optimismus in Sicht. Um den Hals zumindest ein wenig aus Schlinge zu ziehen, kamen am Samstag 29 Werke bekannter Künstler der Blütenstadt unter den Hammer, 21 fanden einen Käufer.

So kamen 3030 Euro für den beliebten Treff zusammen.

Und das ist auch dringend nötig, wie Ines Schreiber betonte. Denn im Mai läuft die derzeitige Finanzierung durch die Stiftung Wohlstandspflege aus. Zwar würde die Stadt vor diesem Hintergrund in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk zumindest für den Rest des Jahres einspringen, übernähme jedoch nur die fixen Kosten der Miete und dem Mitarbeitergehalt. Die vielen Projekte, die in dem Nachbarschaftszentrum in der Gartenstraße angeboten werden, müssen aus anderen Töpfen finanziert werden.

Das soll nun also über Aktionen wie der Versteigerung geschehen. „Das ist natürlich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein“, sagte Ideengeberin Schreiber. Die 65-Jährige hatte mit Beatrix Gölzenleuchter Leichlinger Künstler angeschrieben und ihnen ihren Plan unterbreitet. „Die meisten waren sofort begeistert, fanden die Idee super“, berichtet Gölzenleuchter.

Das sahen viele Menschen in der Blütenstadt ebenso und füllten den kleinen Raum des Treffs. Lief die Versteigerung zunächst noch langsam an, so nahm sie dann Fahrt umso schneller Faht auf. Bis zu 480 Euro wurden für die Werke geboten und gezahlt. Christa Petersen erstand gleich das erste Gemälde. Sie sei oft hier, interessiere sich für Kunst und wolle helfen. „Der Quartierstreff ist eine Vernetzung in der Stadt“, sagte sie – und sei damit sehr wichtig.

Claudia Schreiber vom Kollektiv „Unsere Art“ war eine von 16 Künstlern, die eines ihrer Werke für den guten Zweck unter den Hammer kommen ließen. Wie die erfahrene Malerin betonte, ohne Selbstzweck. Sie selbst habe zwar keine direkte Verbindung zum Quartierstreff, kenne aber das Angebot,  auch die Projekte des Treffs seien ihr bekannt. Dementsprechend gut fand die 66-Jährige die Idee einer Versteigerung. „Das muss man unterstützen“, sagte sie.

Mit dem Gewinn von 3030 Euro sind die Macherinnen des Treffs zufrieden. Wären alle Kunstwerke zum Mindestwert weggegangen, wären es sogar 3500 Euro Erlös geworden. Das trübte die Freude von  Initiatoren und Besuchern nicht.  „Es war eine tolle Stimmung“, fand Sabine Rauh. Noch besser könnte die Stimmung im Treff aber noch werden, sollten die beantragten Fördergelder tatsächlich bald bewilligt werden.