Leverkusen: Kritik an den Tafeln

Leverkusen : Kritik an den Tafeln

Die Kritik an den Tafeln, die etwa in Leichlingen und Leverkusen Esswaren an Bedürftige verteilen, nimmt zu. "Die Grenzen der guten Tat – Lebensmittelausgaben in der Diskussion", so überschreibt das Erzbistum Köln eine Diskussion am Mittwoch, zu der Caritas und Katholisches Bildungswerk um 19.30 Uhr ins Domforum, Domkloster 3 (gegenüber dem Dom), einladen.

Die Kritik an den Tafeln, die etwa in Leichlingen und Leverkusen Esswaren an Bedürftige verteilen, nimmt zu. "Die Grenzen der guten Tat — Lebensmittelausgaben in der Diskussion", so überschreibt das Erzbistum Köln eine Diskussion am Mittwoch, zu der Caritas und Katholisches Bildungswerk um 19.30 Uhr ins Domforum, Domkloster 3 (gegenüber dem Dom), einladen.

Vertreter aus Gemeinden, Wirtschaft, Politik und Wohlfahrtsverbänden sowie das Publikum sollen die Ergebnisse der Caritas-Studie und ihre gesellschaftlichen Konsequenzen diskutieren. In der Studie von 2010 wurde laut Bistumsmitteilung gefragt, "was die Helfer motiviert, was die Menschen empfinden, die auf solche Hilfsangebote angewiesen sind und ob die Angebote für ein "Mehr" oder "Weniger" an sozialer Gerechtigkeit stehen".

Suppenküchen, Lebensmittel-Tafeln, Sozialkaufhäuser — in NRW gibt es nach Bistumsangaben über 540 "existenzunterstützende Angebote". Grundsätzlich sei das eine positive Sache. Kritiker weisen aber auf die "negativen gesellschaftlichen Folgen der expandierenden Tafelwelt hin". "Sollte nicht ein Sozialstaat dafür Sorge tragen, dass sich Lebensmittelausgaben nicht etablieren müssen? Müssten nicht vielmehr die Wurzeln des Problems der Verarmung in unserem Staat angegangen werden?" Dies soll auch diskutiert werden.

(RP)
Mehr von RP ONLINE