Leichlingen: Kripo ermittelt nach Wohnwagenbrand

Leichlingen: Kripo ermittelt nach Wohnwagenbrand

Ein Ermittler der Kriminalpolizei stochert in den verkohlten Resten des abgebrannten Wohnwagens. Ein paar Maiskörner, eine angesengte Zeitschrift und sechs unverbrannte Spreewaldgurken zeugen davon, dass der Aschehaufen auf dem Campingplatz Diepentalsperre bis Sonntagnachmittag noch bewohnt war. Gegen 16 Uhr ging der Wohnwagen am Sonntag in Flammen auf, acht Minuten später war die Feuewehr vor Ort, verletzt wurde niemand. Ein Zeuge behauptet, der Besitzer des Wohnwagens sei nur wenige Minuten vor dem Brand zum nahen Duschhaus gegangen.

"Der hatte unfassbares Glück", sagt Horst Allmeroth. Der Dauercamper wohnt nur wenige Meter vom Unglücksort entfernt. "Ich habe durchs Fenster einen riesigen Flammenball gesehen. Wenn der Bewohner in Wagen gewesen wäre, hätte es schlimm enden können."

Was das Feuer ausgelöst hat, ist noch nicht abschließend geklärt. Die Polizei sagte gestern, dass sowohl ein technischer Defekt als auch Brandstiftung denkbar seien. Eine vorsätzliche Begehung durch einen Dritten sei aber "eher auszuschließen", sagte Polizeisprecher Peter Raubuch. Horst Allmeroth gibt an, der Wohnwagen sei im Vorzelt durch einen Petrolofen beheizt worden, möglicherweise entstand das Feuer dort. Der Schaden liegt laut Polizei bei rund 12 000 Euro.

(boett/wot)
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