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Leichlingen: Kreisel-Kollaps befürchtet

Leichlingen : Kreisel-Kollaps befürchtet

Die Initiative "Rettet den Stadtpark" rechnet bei einer Bebauung des Parks mit einem Einkaufszentrum mit einem deutlich höheren Verkehrsaufkommen. Nach "groben Schätzungen" könne man bei einer Erweiterung der Verkaufsflächen von rund 3500 Fahrzeugen am Tag ausgehen.

Das könne der Kreisverkehr an der Montanusstraße nicht mehr auffangen, glaubt die Initiative. Herbert Wieden verweist darauf, dass zurzeit 13 000 bis 13 500 Fahrzeuge täglich den Kreisel durchqueren. Bei einer Parkbebauung wären es nach Meinung der Bürgerinitiative 16 500 bis 17 000. "Nach Auskünften der Kreisverwaltung hat dieser Kreisel heute schon seine Kapazitätsgrenze erreicht", berichtet die Initiative.

Sie rechnet deshalb damit, dass der Kreisverkehr erweitert werden müsste — um so genannte Bypässe, damit der Verkehr besser abfließen kann. Und für diese Bypässe, so mutmaßt die Initiative, gebe es kaum eine andere Möglichkeit, als diese durch den alten Teil des Stadtparks zu führen, also auch hier in die Grünflächen einzugreifen.

Kritik äußerten die Vertreter von "Rettet den Stadtpark" an dem Umstand , dass es bisher kein Verkehrsgutachten zur Neugestaltung der Innenstadt gebe. Bürgermeister Ernst Müller habe beim Treffen Mitte Dezember sinngemäß erläutert, ein Verkehrsgutachten werde seitens des Investors Recona finanziert. "Es erscheint zweifelhaft, inwieweit ein Investor ein Verkehrsgutachten erstellen lässt bzw. finanziert, bevor er den kompletten Auftrag unter Dach und Fach hat", urteilt die Bürgerinitiative.

Und: "Was wäre denn, wenn ein Verkehrsgutachten aussagen würde, dass das Konzept nicht funktionieren würde?" wollen die Vertreter der Initiative wissen. Ein Gutachten müsse zu Beginn von großen Baumaßnahmen erstellt werden, nicht erst zum Schluss.

(RP)