Kostümsitzung des FLK: Colör brachte Haus Klippenberg zum Beben

Kostümsitzung des FLK : Colör bringt Haus Klippenberg zum Beben

Beim Kostümball des FLK feierten 200 jecke Leichlinger zu Büttenrede, Tänzen und kölscher Musik.

Wenn das Rotkäppchen mit dem bösen Wolf tanzt, Hippies neben Fröschen hüpfen und Clowns mit Piraten schwofen, dann ist Kostümball des Festkomitees Leichlinger Karneval (FLK) in Haus Klippenberg. So geschehen zum vierten Mal an diesem Wochenende. Und: diesmal mit ausverkauftem Haus und rund 200 Jecken, die bunt kostümiert feierten.

„Zum 44. Geburtstag des FLK hatten wir zum ersten Mal den Kostümball organisiert, weil es bis dahin in Leichlingen kaum Karnevalssitzungen gab, wo Männer und Frauen gemeinsam feiern konnten“, erzählte FLK-Literatin Jeannette Mayerhofer. Wie alle größeren Veranstaltungen musste sich auch dieses Format erst entwickeln. Doch nun scheinen die Organisatoren ihrem Ziel ziemlich nahe zu sein: Von 19:11 Uhr bis nach Mitternacht haben die Jecken geschunkelt und getanzt. Dabei scheint es auch bei Karnevalsveranstaltung Trends zu geben, was aktuell gerade gut ankommt: „Eine Zeit lang waren klassische Karnevalssitzungen nicht so angesagt, dafür eher Partys. Aktuell hat sich das wieder geändert“, ergänzte Mayerhofer.

Beim Kostümball setzt das Festkomitee auf eine Mischung aus beidem: Das Prinzenpaar Axel und Andrea samt Gefolge durfte nicht fehlen, seine Garde des TSV Rhein-Wupper begeisterte einmal mehr das Publikum. Der Jugend-Tanz-Sport-Club „Blau-Weiß“ Leichlingen (JTSC) bot gleich ein ganzes Potpourri aus Tänzen zur Musik aus den 1980er Jahren bis in die Gegenwart, und die kölsche Mundartband Sibbeschuss sorgte ebenso für Stimmung wie Ralph Kuhn alias „Ne Usjeflippte“.

Letzterer war am Samstag für den Part des Büttenredners zuständig, nahm Alltagssituationen, aktuelle Ereignisse und vor allem sich selber aufs Korn. Zwischen den Programmpunkten aber hatte das Publikum immer wieder Zeit zum Tanzen – eine Gelegenheit, die sich viele offenbar nicht nehmen lassen wollten. Allerdings saßen die meisten ohnehin nicht mehr auf ihren Plätzen. Spätestens, als Colör, Kölns erste Frauenband im Fastelovend, den Saal in Haus Klippenberg rockte. Die Band schreibt über sich selbst: „Kölsche Leidenschaft, kölsche Musik und kölsche Mädcher lassen eure Party zu etwas ganz Besonderem werden, denn fiere, dat künne se jot“. In Witzhelden haben die Damen das tatsächlich bewiesen.

Sehr praktisch für die Jecken aus Leichlingen: Wer auf Alkohol verzichten musste, weil er oder sie noch Auto fahren sollte, musste gar nicht ausgeknobelt werden: Ein Bustransfer brachte die Jecken sowohl hin als auch sicher wieder heim.

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