Leichlingen: Kommt LED-Flutlicht für Witzheldens Kicker?

Leichlingen: Kommt LED-Flutlicht für Witzheldens Kicker?

Die Verwaltung prüft, ob die alte Beleuchtung des Kunstrasenspielfelds durch zeitgemäße Diodenleuchten ersetzt werden kann.

Das Kunstrasenspielfeld am Sportplatz in Witzhelden könnte demnächst etwas bekommen, was selbst Bundesligavereine bisher noch nicht haben - bis auf den VfL Wolfsburg: eine hochmoderne LED-Flutlichtanlage. Das städtische Tiefbauamt prüft derzeit, ob die in die Jahre gekommene Beleuchtung, die aus Altersgründen ohnehin ersetzt werden muss, nun durch stromsparende Diodenlampen ausgetauscht werden könnte.

Fast sieben Jahre ist es her, dass der damals nagelneue Kunstrasenplatz in Witzhelden feierlich seiner Bestimmung übergeben wurde. Auch wenn sich die Bauarbeiten damals etwas hinzogen, so war doch die Freude groß in der Sport treibenden Bevölkerung des Höhendorfes. Lediglich eine neue Flutlichtanlage war für die 784.000-Euro-Investition nicht mehr zu bekommen. Doch das soll sich nun ändern.

24.000 Euro sind im Haushalt in diesem Jahr für die Erneuerung der Beleuchtung am Witzheldener Fußballplatz vorgesehen. Für konventionelle Halogenmetalldampf-Lampen würde das reichen. Zumal die alten Masten wohl noch nicht ersetzt werden müssen. Ihre Standsicherheit wurde vom Tiefbauamt überprüft. Ob der vorgesehene Betrag auch für moderne LED-Scheinwerfer reicht, muss jetzt geprüft werden. Schon vor einem Jahr hat sich Jürgen Scholze mit dem Thema beschäftigt, als es um die Ausschreibung für die neuen Flutlichter am Sportzentrum Balker Aue ging. "Damals war die LED-Technik für Fußballplätze noch nicht serienreif", erklärt der Tiefbauamtsleiter auf Anfrage.

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Doch in den vergangenen zwölf Monaten habe sich auf diesem Gebiet viel getan. Unlängst nahm die Stadt Troisdorf im Rhein-Sieg-Kreis ihren ersten in LED-Licht getauchten Sportplatz in Betrieb. So erfolgreich, dass alle übrigen Plätze im Stadtgebiet nun auch auf die Stromsparlampen umgestellt werden sollen. So weit will Scholze noch nicht gehen, aber zumindest für den Witzheldener Platz will sich Scholze nun von den Erfahrungen der Troisdorfer Kollegen profitieren.

Die Vorteile der neuen gegenüber der bisherigen Technik liegen auf der Hand: Die LED-Flutlichter benötigen bei vergleichbarer Lichtausbeute nur etwa 40 Prozent des Stroms von Halogenmetalldampf-Lampen. Zudem strahlen sie sofort mit voller Leuchtkraft, während konventionelle Leuchten bis zu 20 Minuten nach dem Einschalten brauchen, bis sie ihre maximale Helligkeit erreicht haben. Und schließlich haben die LED-Leuchtmittel mit 80.000 Betriebsstunden eine deutlich längere Lebensdauer als ihre klassischen Schwestern, deren Leuchtkraft schon nach 6000 Stunden beginnt deutlich abzunehmen.

Im Gegenzug sind LED-Flutlichter in der Anschaffung im Vergleich etwa um die Hälfte teurer. Allerdings gibt es auch verschiedene Fördermöglichkeiten, unter anderem durch das Bundesumweltministerium. Miteinander kombiniert können bis zu 70 Prozent der Kosten erstattet werden. Im Tiefbauamt wird nun geprüft, welche Anlage für Witzhelden in Frage kommt.

(RP)