Leichlingen: Kneipensterben: Bergischer Hof senkt Konditionen

Leichlingen: Kneipensterben: Bergischer Hof senkt Konditionen

Immer mehr Leichlinger Gaststätten schließen. Der Hausbesitzer des Bergischen Hofs sagt: "Der Ortskern braucht eine funktionierende Gastwirtschaft." Er will Pächtern beim Start entgegenkommen.

Wer in diesen Wochen durch Leichlingens Straßen geht, dem fallen die Leerstände ehemaliger Traditions-Kneipen so richtig ins Auge: Erst vor kurzem warf die Pächterin Am Heidchen das Handtuch, im März schließt der "Peking Garden" - und in der historischen Balkener Dorf-Gaststätte zur Kutsche müssen die Gastwirte Ute und Friedhelm Hausmann nach 48 Jahren am Neujahrstag wohl die Räume verlassen, ohne einen Nachfolger gefunden zu haben, wie sie gestern auf Anfrage noch einmal bestätigten.

Zum Jahreswechsel schließt der "Peking Garden" - wieder eiin Mittagstisch weniger. Foto: Miserius Uwe

Die größte Lücke hat im vergangenen Jahr allerdings der "Bergische Hof" gerissen. Nach zwei Pächtern, die Leichlingens Traditions-Gaststätte im Herzen der City viele Jahre lang erfolgreich betrieben hatten, musste Hausbesitzer Ferdinand Röhricht insbesondere mit dem jüngsten Pächterpaar ein Fiasko erleben.

Suche ohne Ende: der Bergische Hof inmitten der City. Foto: um (Archiv)

Sogar eine Räumung per Gericht musste der Leichlinger durchsetzen, der mit fast 80 Jahren viele Leute in der Gastronomie hat kommen und gehen sehen: "Aber heutzutage ist es besonders schlimm, da will sich niemand mehr die Hände schmutzig machen."Für ein eingespieltes Betreiberpaar mit Energie und Konzept würde er sogar bei den Konditionen deutlich entgegenkommen", betont Röhricht und fügt quasi appellierend hinzu: "Es kann nicht sein, dass in der Stadt bald fast keiner mehr Mittagstisch bietet."

In der historischen Balkener Dorf-Gaststätte zur Kutsche machen Ute und Friedhelm Hausmann Schluss. Foto: UWe Miserius
(RP)