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Knapp acht Millionen Euro Soforthilfe für Leichlinger

Wirtschaft in Leichlingen : Knapp acht Millionen Euro Soforthilfe für Firmen

798 Unternehmen in der Blütenstadt können durch die Sofort-Hilfe des Landes den durch die Corona-Pandemie und ihre Folgen entstandenen Verlust teilweise ausgleichen, berichtet Wirtschaftsförderin Myrjam Passing.

Das Coronavirus und seine Auswirkungen haben das Leben durcheinandergewirbelt. Die verordneten Schließungen der Einzelhandelsgeschäfte und Gastronomie Mitte März haben die lokale Wirtschaft in Leichlingen massiv getroffen. Viele Händler und Restaurants wurden kreativ, um weiterhin ihre Kunden versorgen und so einen Teil ihrer Kosten decken zu können.

Händler Der Wirtschaftsförderungsverein stellte auf der Plattform „Einkaufen-in-Leichlingen.de“ eine zentrale Informationsseite zur Verfügung, auf der die lokalen Akteure ihre Angebote bewerben konnten. Auch ist durch die Initiative zweier Leichlinger Bürger die Plattform „Regioheld“ für die Händler geschaffen worden, um ihnen einen barrierefreien Zugang zu Online-Shops zu ermöglichen.

Mittlerweile haben wieder fast alle Geschäfte unter Beachtung der gegebenen Abstands- und Hygieneregelungen geöffnet, teilt die Stadt mit. Die Inhaber freuen sich über den regen Zuspruch der Stammkunden auch in diesen Krisenzeiten. Teilweise hätten auch neue Kunden gewonnen werden können, die durch verschiedenen Aktionen auf die lokalen Geschäfte aufmerksam wurden, heißt es weiter.

Finanzhilfe Den finanziellen Verlust aus Lockdown und Folgezeit versucht die Landesregierung durch die NRW-Soforthilfe auszugleichen. „Insgesamt 798 Gewerbebetriebe, Solo-Selbstständige sowie Unternehmen erhielten in unserer Stadt einen positiven Soforthilfebescheid“, berichtet Myrjam Passing, seit Oktober 2019 Wirtschaftsförderin der Stadt Leichlingen. Dies entspreche einem Gesamtvolumen von mehr als 7,8 Mio. Euro. Der höchste Anteil mit 728 genehmigten Soforthilfen falle in die Kategorie bis fünf Beschäftigte. Weitere 45 Betriebe bis zehn Beschäftigte und 25 Unternehmen mit bis 50 Beschäftigten haben die NRW Soforthilfe erhalten.

Leerstände nimmt die Wirtschaftsförderung in ein Leerstandskataster auf, um die entsprechenden Daten des Objektes für potentielle Interessenten griffbereit zu haben. Passing zeigte in den vergangenen Monaten in Vor-Ort-Gesprächen Unternehmern geeignete Ladenlokale. „Von Leerstand von Ladenlokalen sind derzeit elf Objekte betroffen. Insgesamt befinden sich 24 Objekte aus den Kategorien Büro, Gastronomie, Ladenlokal und Praxis in der Übersicht“, sagt sie. In den Kategorien Hallen und Gewerbegrundstücke gebe es derzeit keine Leerstände.

Gewerbeflächen Auch bei der Gewerbeflächenaktivierung sei viel in Bewegung, teilt Passing mit. Die Generierung und Koordinierung des Gewerbeflächenangebotes falle ebenfalls in die Zuständigkeit der Wirtschaftsförderung. „Derzeit befindet sich die Stadtverwaltung in Gesprächen mit einem Investor über die Erschließung eines 10.000 Quadratmeter umfassenden Areals und berät mit den Beteiligten über die diversen Nutzungsmöglichkeiten“, meldet die Wirtschaftsförderin.