Kleine Elfen in der Weihnachtswerkstatt in Kuhle

Weihnachtswerkstatt in Kuhle : Kleine Elfen basteln Weihnachtsschmuck

Am Nordpol übernehmen die Elfen des Weihnachtsmannes die Arbeit an Geschenken, Kränzen und Kerzen. Aber es kann ja nicht schaden, den Fabelwesen ein wenig unter die Arme zu greifen. So gibt es in dieser Woche in der evangelisch freikirchlichen Gemeinde in Kuhle eine Zweigstelle der weihnachtsmännischen Werkstatt.

Die Wichtel sind dabei aber wohl nicht viel größer als sie es am Nordpol sind. Kinder aus Kitas und Grundschulen kommen eine Woche lang in Scharen ins Familienzentrum Schatzkiste – werkeln und basteln fröhlich Weihnachtskram. Einige von ihnen sind schon seit einigen Jahren dabei. Schließlich ist die Kuhler Weihnachtswerkstatt nach all den Jahren eine Institution.

Für sie wird das Kirchengebäude in jedem Jahr kurzerhand umfunktioniert. Im Foyer duftet es nach Tannengrün, überall liegen kleine Äste herum. Dort entstehen auf Tischen Adventskränze. Unzählige Schmuckstücke stehen zum dekorieren bereit. Eltern und Gemeindemitglieder helfen dabei eifrig mit. Um die 100, schätzt Kita-Leiterin Jutta Pfeiffer, stehen über die Woche in den Startlöchern.

Im Keller des Gebäudes befindet sich derweil ein so weihnachtlicher Raum, dass den Beobachter der Drang nach dem Öffnen von Geschenken nahezu überkommt. „Hier stehen 90 Krippen aus aller Welt“, sagt Pfeiffer stolz. Die Kinder scheinen diesen Raum zu lieben. Klar, denn an jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken und zu sehen. Mehr als 100 pro Tag erwarten die Organisatoren der Werkstatt.

Am Morgen sind das meist Kindergartengruppen und Schulklassen, am Nachmittag kann dann jeder kommen. „Viele Kinder, die morgens hier waren, kommen später mit ihren Eltern noch mal“, berichtet Chefin Pfeiffer. Oft treibt sie der Ehrgeiz wieder ins Familienzentrum, das im Kirchengebäude untergebracht ist. In einem Zelt am Eingang können bei Angelika Warnke Kerzen gezogen werden. 70 bis 80 Grad ist das Bienenwachs in speziellen Behältern heiß. Das flüssige Wachs bleibt dann am Docht hängen – immer und immer wieder.

So entsteht eine kleine Rivalität zwischen den Kindern. An einer Vorrichtung sind die dicksten Kerzen aufgehängt. Wer die am Ende der Woche die Größte gemacht hat, gewinnt. Doch dabei gibt es Grenzen. Schließlich wird die Kerze nach Gewicht bezahlt – und Mama und Papa sollen später nicht aus allen Wolken fallen.

„Wir haben zu Hause einen ganzen Schrank voll“, erzählt Warnke lachend. Ihr Sohn Sam ist im Alter von einem Jahr das erste Mal in der Weihnachtswerkstatt gewesen, jetzt ist er sieben. Mittlerweile hat er das Kerzenziehen richtig drauf. „Ich schenke sie meinen Freunden – oder Opa“, sagt er lächelnd.

Terminhinweis: Kuhler Weihnacht, Freitag, 29. November, 16 bis 20 Uhr, Kuhlenweg 31.