1. NRW
  2. Städte
  3. Leichlingen

Leichlingen: Kinderunfälle: Polizei alarmiert

Leichlingen : Kinderunfälle: Polizei alarmiert

Die Zahl der Verkehrsunfälle, an denen Kinder beteiligt sind, ist in den ersten fünf Monaten sowohl in Leichlingen, als auch im gesamten Kreis, stark angestiegen.

Das Thema liegt den Ordnungshütern besonders am Herzen: "Verkehrsunfälle, bei denen Kinder verletzt werden, sind für jeden Polizisten, der so etwas aufnimmt, immer besonders schlimm", sagt Peter Raubuch, Sprecher der Kreispolizei in Bergisch Gladbach.

Zurzeit besteht verstärkt Anlass zur Sorge: Denn in den ersten fünf Monaten des Jahres ist eine deutliche Steigerung der Unfälle festzustellen gewesen, an denen Kinder beteiligt sind: Wurden von Januar bis Mai 2011 in Leichlingen zwei Kinder (Alter bis 14 Jahre) als Fußgänger oder Fahrradfahrer verletzt, waren es im gleichen Zeitraum 2012 insgesamt sechs. Außerdem wurde ein Kind als Beifahrer bei einem Autounfall verletzt.

Von 30 auf 44 Verletzte

Noch deutlicher ist der Negativ-Trend, wenn man das gesamte Kreisgebiet betrachtet: 30 verletzten Kindern 2011 stehen im gleichen Zeitraum 2012 insgesamt 44 gegenüber. Davon waren sieben Kinder sogar schwer verletzt, und als trauriger Tiefpunkt wurde Anfang des Jahres ein Kind bei einem Verkehrsunfall in Kürten sogar tödlich verletzt, heißt es in einer Zusammenstellung der Polizei.

  • Dinslaken : Weniger Verkehrsunfälle in Dinslaken
  • Stadt Kempen : Weniger Unfälle, mehr Fahrerflüchtige
  • Kreis Viersen : Weniger Unfälle, mehr Fahrerflüchtige

Die will das nicht so ohne weiteres hinnehmen: Aus diesem Grund haben sich Experten der Kreispolizei bereits über die örtlichen Schulen mit einem Info-Schreiben an die Elternschaft gewandt. Gestern nun — unmittelbar vor Beginn der Sommerferien — machten die Beamten in einer gezielten Aktion noch einmal eine breite Öffentlichkeit auf die Problematik aufmerksam.

Oft hinter Bussen über die Straße

Immer wieder seien Kinder als Fußgänger betroffen, weil sie beim Überqueren der Straße nicht auf den Verkehr achten oder an unübersichtlichen Stellen, etwa hinter Omnibussen, die Fahrbahn betreten, heißt es da. Als Fahrradfahrer würden Wege oft in Gegenrichtung befahren beziehungsweise Vorfahrt nicht beachtet.

Daher werden vor allem die Eltern gebeten:

r Vorbild für die Kinder bei verkehrsgerechtem Verhalten zu sein,

r auf Gefahrenquellen aufmerksam zu machen und Ampeln sowie Zebrastreifen zu benutzen,

r Kinder zumindest Anfangs auf dem Fahrrad zu begleiten, auf einem Schutzhelm zu bestehen und sicheres Fahren gezielt zu üben (auch einhändiges beim Abbiegen).

Unfälle geschehen überwiegend in der Freizeit: Wer diese Grundempfehlungen beherzige, könne deshalb in den Sommerferien aktiv mithelfen, eine weitere Steigerung zu verhindern.

(RP/rl)