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Leichlingen: Kein Geld mehr fürs Kinderprogramm

Leichlingen : Kein Geld mehr fürs Kinderprogramm

7000 Euro fehlen dem Sinneswald für die Fortsetzung der Kunst-Workshops für Kinder. Der Landschaftsverband zieht sich aus der Finanzierung zurück. Nun werden Sponsoren gesucht, denn dem Förderverein fehlen die Mittel.

Seit zwei Jahren bietet der Förderverein Sinneswald in den Ferien die "Kunst- und Kids-Workshops" (KuKi) in der Spinnerei Braun und Brudes an. Das Programm, das Kinder und Jugendliche zwischen acht und 14 Jahren an die Kunst heranführen soll, ist in Leichlingen einzigartig. Ob es allerdings im nächsten Jahr wieder stattfinden kann, ist sehr fraglich. "Der Landschaftsverband Rheinland hat unsere Workshops zwei Jahre lang finanziell gefördert. Diese Unterstützung läuft nun aus, ein Ersatz ist noch nicht in Sicht", sagt Wicze Braun, die Vorsitzende des Fördervereins und Inhaberin des Sinneswaldes und der alten Spinnerei.

Braun berichtet: "Wir haben mit der Stadt bereits Kontakt mit möglichen Gebern aufgenommen und hoffen auf Hilfe." Auch die Kreissparkasse Köln wolle man ansprechen. Alternativ kann sich der Förderverein zudem Privatleute und Unternehmen als Sponsoren vorstellen, die sich für den Erhalt des Kreativangebot für Kinder einsetzen wollen. "Wir sind für alles offen und würden uns sehr freuen, wenn wir jemanden fänden, der uns finanziell unterstützt. Vielleicht können sich ja auch mehrere Sponsoren zusammenschließen", hofft Braun. Allein aber könne der Förderverein die jährliche Finanzspritze von 7000 Euro durch den Landschaftsverband nicht ersetzen. Das Geld wird im Wesentlichen für die Dozentenhonorare und die Materialien benötigt. Auf großes Interesse stößt das Kunst- und Kulturangebot bei den Kindern und Jugendlichen allemal. "Die Kinder sind total begeistert", berichtet Dozentin Marie Fenske. "Manche haben sich für den Herbst-Workshop schon angemeldet, bevor das Thema bekannt war", bestätigt Braun den großen Zuspruch.

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Jetzt bauen die jungen Kreativen diesmal einen "Wegweiser-Marterpfahl" und basteln Schatzkisten. "Dazu gestalten wir wie Piraten und Räuber vergangener Zeiten unsere eigene Schatzkarte", berichtet Marie Fenske, die den Kurs mit Isabell Sagi betreut. Außerdem verstecken die Teilnehmer nicht nur die eigene Kiste für die Schatzsuche am Freitag auf dem großen Sinneswald-Gelände im See, im Wald, in Höhlen und auf Bäumen, sondern packen für den Finder auch noch einen Schatz hinein.

"Die Kinder lernen, die Schatzkarten zu zeichnen und sich im Gelände zu orientieren", erklärt Fenske. Mit 19 Kindern ist der Workshop auch diesmal ausgebucht, die Teilnehmer sind gemischt. "Zu denen, die schon ein paar Mal mitgemacht haben, sind diesmal auch wieder ein paar Neue dazugekommen", freut sich Braun und betont: "Wir wollen mit dem Programm weitermachen und hoffen sehr, dass wir einen oder mehrere Sponsoren finden."

(RP)