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Rheinisch-Bergischer Kreis: Karnevalsbilanz: Mehr Einsätze, weniger Anzeigen

Rheinisch-Bergischer Kreis : Karnevalsbilanz: Mehr Einsätze, weniger Anzeigen

Die Kreispolizei Rhein-Berg verzeichnete in diesem Jahr von Altweiber bis Veilchendienstag um 6 Uhr insgesamt 734 Einsätze aller Art und damit mehr als in 2012 (698). Sorgen bereitet weiterhin der gestiegene Alkoholkonsum Jugendlicher. Dabei stellten die Einsatzkräfte zunehmend fest, dass sich diese Altersgruppe nicht mehr wirklich für Karneval interessiert, sondern sich nur noch zum gemeinsamen Trinken verabredet.

Im gesamten Zuständigkeitsbereich wurden insgesamt 114 Platzverweise (2012: 155) ausgesprochen und 38 Personen in Gewahrsam genommen (21). Die meisten Maßnahmen gab es am Altweiberdonnerstag (55 Platzverweise, 18 Ingewahrsamnahmen); an allen anderen Tagen war weniger zu tun: Freitag: 3/0; Samstag 32/11; Sonntag: 16/6 und Montag 8/3.

Eine weitgehend positive Entwicklung gab es bei den Strafanzeigen rund um Körperverletzungen (einschließlich Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte), Raub und Sachbeschädigungen. Hier verzeichnet die Polizei im gesamten Kreisgebiet einen Rückgang von 107 auf 94. Bezogen auf die Städte und Gemeinden stiegen die Zahlen nur in Rösrath (2013: 10; 2012: 7) und Kürten (16/5). In allen anderen Bereichen wurden über Karneval weniger entsprechende Strafanzeigen erstattet: Bergisch Gladbach (35/43), Odenthal (4/6), Overath (10/17), Burscheid (2/4), Leichlingen (10/11) und Wermelskirchen (8/14). Es gab auch weniger Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte: 5, (2012: 7).

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Das Glasverbot in Kürten und Odenthal sowie das Glasflaschenverbot in Leichlingen haben sich aus Sicht der Polizei erneut (erneut) bewährt. Gerade die gute Vorbereitung und Umsetzung beim Umzug in Odenthal Voiswinkel hat den Leiter der Direktion Gefahrenabwehr/Einsatz, Polizeidirektor Martin Münchhausen beeindruckt: "Die Gemeinde Odenthal setzte - neben einem professionellen Sicherheitsdienst - auch viele eigene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein, die nicht nur die Einhaltung des Glasverbotes konsequent überwachten, sondern ebenso konsequent gegen den Alkoholmissbrauch durch Minderjährige vorgingen. Nicht zuletzt dieses Vorgehen hat dafür gesorgt, dass die Jecken wirklich entspannt und fröhlich feiern konnten." Generell wirft Münchhausen schon einen Blick nach vorn: " Wir mussten in diesem Jahr fast 40 Personen in Gewahrsam nehmen. Im kommenden Jahr werden wir bei allen diesen Betroffenen prüfen, ob wir ihnen 2014 Aufenthalts- und Betretungsverbote für Karnevalsumzüge erteilen."

(ots)