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Jugend trainiert für Olympia in Leichlingen

Jugend trainiert für Olympia : Über Leichlingen nach Berlin

Am 23. Juni findet das Landesfinale von „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ auf der Anlage in der Balker Aue statt.

Klaus Worms hält begeistert die Rheinische Post in die Luft. Der große Aufschlag in dieser Woche und die Nachricht, dass der Deutsche Olympische Sportbund eine mögliche Olympiabewerbung der Rhein-Ruhr-Region unterstützt, sorgt beim Sportlehrer des Städtischen Gymnasiums für große Begeisterung – und bot ihm gleich die passende Überleitung für das sportliche Großprojekt, das er in diesem Sommer in Leichlingen stemmen möchte.

Die Blütenstadt und das Stadion Balker Aue stehen im Mittelpunkt, wenn am 23. Juni beim Landesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ und dem angegliederten Wettbewerb für die Paralympics-Jugend die besten Leichtathleten aus Nordrhein-Westfalen ermittelt werden.  Zu der landesweit größten Schulsportveranstaltung werden rund 500 Schüler aus 28 Mannschaften erwartet. „Womöglich treffen wir auf die Olympioniken der Zukunft und sehen sogar Schüler, die 2032 bei Olympischen Spielen in unserer Region dabei sind“, sagt Mitorganisator Worms freudig.

Tatsächlich: Wer beim Bundesfinale im September in Berlin dabei sein möchte, für den führt kein Weg an Leichlingen vorbei. „Wir sind mächtig stolz, dass der weltgrößte Schulsportwettbewerb Station in Leichlingen macht“, sagt Bürgermeister Frank Steffes. „Das neue Stadion mit seiner Kunststoffbahn und dem internationalen Standard kommt so gut an, dass man uns zutraut, eine Sportveranstaltung dieser Größenordnung auf die Beide zu stellen.“

Die Feuertaufe haben die Organisatoren im vergangenen Jahr mit der Ausrichtung der kreisweiten Qualifikation bereits bestanden. „Nachdem die Wettkämpfe so gut liefen, wurden wir angesprochen, uns doch für das Landesfinale zu bewerben“, erläutert Worms.

Die erst 2018 eingeweihte, neue und behindertengerechte Anlage sei prädestiniert dafür und biete neben Top-Bedingungen auch den richtigen Rahmen für eine Sportveranstaltung dieser Größenordnung, die im vierten Jahr in Kombination mit dem paralympischen Sport stattfindet. Umso mehr freut sich Worms, dass er Sportlehrerin Anke Hellhake-Christ und ihr Team von der Paul-Klee-Förderschule mit im Boot hat. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung und dem Leichlinger Turnverein bereiten sich die Schulen auf das Sportfest vor. Veranstalter und Geldgeber ist die Staatskanzlei NRW. „Wir freuen uns darauf, aber das wird eine logistische Herausforderung für uns“, erläutert Michael Lauterbach.

Das fange bei der Betreuung der Mannschaften an. 24 Teams der sogenannten Regelschulen sind am Start, dazu vier Schulen, die an „Jugend trainiert für Paralympics“ teilnehmen. Am Ende schaffen es aber nur fünf beziehungsweise eine Schule nach Berlin. Die Teilnehmer reisen alle in Bussen an, und sie müssen auch verpflegt werden. „Für so viele Sportler braucht es viele Helfer“, fügt Hellhake-Christ an. LTV-Abteilungsleiter Manfred Schmitz kalkuliert mit rund 100 Freiwilligen. Dazu gehören Kampfrichter, Sanitäter, Leute, die sich um die Verpflegung kümmern. Dazu soll es eine große Eröffnungsshow geben. Worms wünscht sich ein farbenfrohes Bild – in Anlehnung an das Vorbild Olympische Spiele.

Bis 5. Juni müssen die kreisweiten Vorwettkämpfe abgeschlossen sein, dann erst steht fest, wer beim Landesfinale in Leichlingen am Start ist. Auf jeden Fall soll die Balker Aue ein gutes Omen sein. 2019 schafften mit der Paul-Klee-Schule und dem Landrat-Lucas-Gymnasium gleich zwei Schulen aus der Region über das Landesfinale den Sprung nach Berlin. Die Förderschule gewann den Wettbewerb sogar schon mal.