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Leichlingen: Juckelbrücke: Neubau bis zum Winter

Leichlingen : Juckelbrücke: Neubau bis zum Winter

Die marode Fußgängerbrücke, die seit vergangenem Jahr wegen Einsturzgefahr gesperrt ist, soll noch in diesem Jahr abgerissen und bis zum Herbst/Winter neu gebaut werden. Auf die Stadt kommen Kosten von 68 000 Euro zu.

Das Warten auf die Fördergelder hat ein Ende. Noch in diesem Jahr soll die zwischen Leichlingen und Solingen gelegene Fußgängerbrücke Horn — im Volksmund Juckelbrücke genannt — abgerissen und neu gebaut werden. Das sagte am Mittwoch Bürgermeister Ernst Müller auf Anfrage. "Wir haben heute nach einem Gespräch mit der Bezirksregierung erfahren, dass die Juckelbrücke in das Förderprogramm für 2013 aufgenommen wird." Der Finanzierungsantrag werde nun vorbereitet und voraussichtlich bis Ende März, Anfang April von der Bezirksregierung Köln genehmigt.

Die Juckelbrücke ist wegen akuter Einsturzgefahr seit Februar vergangenen Jahres gesperrt. Grund sind starke Risse im Beton. Auch Kanus dürfen nicht mehr unter der maroden Brücke herfahren. Darauf weisen zwei Meter hohe Sperrschilder und ein Schild mit dem Hinweis auf Lebensgefahr hin. Die Städte zeigten sich in der Vergangenheit zuversichtlich, dass die Bezirksregierung sowohl den Abbruch als auch den neuen Brückenschlag mit Rad- und Gehwegen maßgeblich fördern werde.

Bürgermeister Müller zeigte sich gestern erfreut von der Nachricht, dass die Brücke in das Förderprogramm für dieses Jahr aufgenommen wurde: "Die Verbindung ist sehr wichtig für uns", betonte Müller. Vor allem für Solingens Schulkinder sei die marode Brücke eine Katastrophe. "Deshalb war uns wichtig, dass das nicht auf die lange Bank geschoben wird", betonte Müller.

Einen genauen Termin für den Abriss konnte der Bürgermeister noch nicht nennen. Nur soviel: "Abriss und Neubau werden hoffentlich noch in diesem Herbst/Winter abgeschlossen."

Auf die Städte Leichlingen und Solingen kommen durch den Neubau der maroden Brücke Kosten von jeweils 68 000 Euro zu. Die restlichen 277 000 Euro soll das Land übernehmen.

Dem Abriss und Neubau der Brücke waren heftige Diskussionen vorangegangen. Die Stadt Solingen hatte in einem Schreiben an die Leichlinger Stadtverwaltung zunächst angekündigt, sich an den Kosten für die Fußgängerbrücke zwischen Kradenpuhl und der Solinger Ortschaft Horn nicht beteiligen zu wollen. Wenn Leichlingen die Brücke erneuern wolle, könne die Blütenstadt die Kosten tragen, so der Tenor damals.

Aufgebrachte Anwohner hatten im Vorfeld beide Stadtverwaltungen bestürmt, denn von der Wohnsiedlung Wipperauer Straße aus machen sich täglich Solinger Kinder auf den Weg zum Leichlinger Schulzentrum. Sie benutzen die Juckelbrücke, wie sie wegen ihrer ursprünglich sehr wackeligen Konstruktion im Volksmund genannt wird, als Schulweg.

An der Wipperauer Straße wurde ein Plastik-Polizist aufgestellt, der Autofahrer vor Kindern warnen soll, die derzeit die stark befahrene Wipperauer Straße benutzen müssen.

(RP/ac)