Leichlingen: Innenstadtplanung wird jetzt festgelegt

Leichlingen: Innenstadtplanung wird jetzt festgelegt

Die Stadt möchte gemeinsam mit der Politik die heiß diskutierte Innenstadtplanung jetzt über einen Bebauungsplan festzurren. Die Einbeziehung der Wupper und eine Entscheidung über den Stadtpark stehen dabei in Fokus.

Einen zu ihrem Abschied von Leichlingen geäußerten großen Wunsch will die Stadtspitze jetzt der ehemaligen Baufachbereichsleiterin Barbara Hammerschmidt offensichtlich erfüllen. Sie hatte Leichlingen geraten, für das "heiße Eisen" der Innenstadtgestaltung mit dem Stadtpark zuerst einmal genau festzulegen, was die Stadt denn eigentlich will und was sie nicht will. Genau das steht jetzt im Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 11 "Quartier Rathausumfeld/Wupperufer", den der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung am 26. Januar beraten und der Stadtrat am 26. Februar möglichst entscheiden soll.

Als Maßgabe für künftige Planer und mögliche Investoren für Leichlingens Innenstadt werden jetzt ganz konkrete Vorgaben formuliert, um planerische Steuerungsmöglichkeiten zu haben. Das Plangebiet Innenstadt wird auf 45 900 Quadratmeter angelegt und erstreckt sich vom Wupperufer über einen Teil der Neukirchener Straße im Westen, über die Brücken- und Kirchstraße im Norden, entlang des Stadtparks bis zum Ärztehaus und auf der anderen Seite bis auf den Parkplatz des Kaufparks.

Als Ziele der Planung sollen festgeschrieben werden: Die Stärkung der ökonomischen, sozialen und kulturellen Stadtmitte; eine besondere Anziehungskraft für Bewohner und Besucher; die Aufenthalts- und Erlebnisqualität entwickeln; die mittelzentrale Funktion der Stadt Leichlingen auf Dauer zu erhalten. Dazu soll vor allem die Wupper nicht mehr als Trennung der Stadtteile empfunden, sondern als zusammenhängender städtebaulicher Raum eingebunden werden. D

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ie Aufenthaltsqualität des Wupperufers soll auch planerisch in den Fokus gerückt werden. Dazu greift die Stadt nun wieder die Pläne des Ateliers Fritschi, Stahl, Baum aus dem Jahr 2009 auf. Danach soll eine Verbindung zwischen Rathaus und Wupperufer geschaffen und eine große Wuppertreppe als Aufenthaltsfläche zugänglich gemacht werden, "Auch Leichlingen hat mit seiner Lage an der Wupper großes Potenzial für die Entwicklung urbaner Räume am Wasser", heißt es in der Vorlage zum Fachausschuss, wo auch ambitionierte Beispiele genannt werden, wie etwa der Kölner Rheinhafen oder sogar der Waterfront Plan von New York City, oder auch das neu gestaltete Havelufer in Oranienburg.

Das Hauptziel des neuen Bebauungsplanes ist es, eine Verbindung der östlichen Innenstadt mit dem Wupperufer zu schaffen. Weitere Ziele sollen die Verbesserung der Aufenthaltsqualität rund um das Rathaus sowie die Frage sein, ob das Rathaus saniert oder neugebaut wird, um die Verwaltungsbereiche zusammenzulegen. Im Bebauungsplan Nr. 100 soll auch festgehalten werden, ob alter und neuer Stadtpark erhalten und wie sie gestaltet werden sollen.

Die Stärkung des innerstädtischen Einzelhandels soll ebenfalls im Bebauungsplan umrissen werden. Fragen nach Erhalt oder Neubau eines Lebensmittel-Vollsortimenters oder der Bau einer Rathausgalerie (-arkaden) sollen nun bei den Beratungen im Fachausschuss beantwortet werden.

(RP)
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