Leichlingen: Initiative will auch Alten Stadtpark schützen

Leichlingen: Initiative will auch Alten Stadtpark schützen

Die Leichlinger Bürgerinitiative "Rettet den Stadtpark" will offenbar auch eine Bebauung des Alten Stadtparks im Zuge der Innenstadt-Neugestaltung verhindern.

Dies geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Protokoll des Arbeitskreises "Innenstadt" hervor, in dem der neue Konzeptvorschlag von Bürgermeister Frank Steffes besprochen worden ist.

Er sieht unter anderem vor, das Rathaus abzureißen und neu zu bauen, den Neuen Stadtpark aber unangetastet zu lassen. Dafür soll ein Vollsortimenter-Supermarkt - eventuell mit Rathausaufbau - im Bereich des Alten Stadtparks entstehen. Der "Kaufpark" an der Wupper sowie die Tankstelle sollen weg, um dort einen Platz am Wupperufer mit einfassenden Gebäuden für Gastronomie, Einzelhandel sowie in den oberen Geschossen mit Büroräumen und/oder Wohnungen zu schaffen.

Im Arbeitskreis, dem Politiker aller Stadtrats-Gruppierungen (außer der CDU) angehören sowie Vertreter der IHK und des Wirtschaftsförderungsvereins, der Stadtverwaltung, der Bürgerinitiative "Rettet den Stadtpark" und der Bürgermeister, wurde das neue Konzept demnach grundsätzlich positiv aufgenommen.

Einigkeit, so heißt es im Protokoll, bestehe in mehreren Punkten:

- Die Schaffung von zusätzlichen 10 000 Quadratmetern Verkaufsfläche soll nicht Ziel der Innenstadtentwicklung sein, das heutige inner- städtische Angebot (Kaufpark) aber zumindest wiederhergestellt werden.

- Der Arbeitskreis "Innenstadt" schlägt zudem eine zusätzliche Verkaufsfläche vor. Es sollen (inklusive Vollsortimenter) 5000 bis 7000 Quadratmeter Verkaufsfläche geschaffen werden.

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- Die Flächen müssen nicht zwingend in einem einzigen Gebäude wie etwa einer Mall vorhanden sein.

- Überlegungen über Wohnbebauung sollen in die Konzeption einbezogen werden.

- Hinsichtlich der Flächen für den Alternativvorschlag zu den vorliegenden Plänen von Investor Philipp Kiefer ist dem Protokoll zufolge die Einbeziehung des Alten Stadtparks vorstellbar.

Doch an diesem Punkt endet die Einigkeit: Denn die Vertreterinnen der Bürgerinitiative begrüßten das veränderte Flächenkonzept zwar, sofern damit ein Verzicht auf die Bebauung des Neuen Stadtparks verbunden ist. Sie betonten jedoch, grundsätzlich auch den Alten Stadtpark schützen zu wollen. Sie bevorzugen nach wie vor einen Supermarkt an der Wupper-Seite.

Aus Sicht der Grünen sollte jetzt schnell geklärt werden, welche Flächen die Stadt einzubringen bereit ist. Dies solle auch Teil der Bürgerbefragung sein.

Die Beratungen zu dem Themenkomplex sollen zudem in den Ratsgremien fortgesetzt werden.

(RP)
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