Infomesse für Senioren in Leichlingen

Infomesse für Senioren : Prävention: „Stillstand ist immer schlecht“

In Leichlingen sind von rund 28.000 Einwohnern etwa 24 Prozent über 65 Jahre alt. In absoluten Zahlen zählen also gut 6700 Menschen zur potenziellen Zielgruppe der Leichlinger Senioren-Arbeitsgemeinschaft (SAG).

Diese informierte am Samstag im Brückerfeld über ihre Leistungen, zu denen sich die örtlichen Anbieter in der SAG zusammengeschlossen haben. Motto in diesem Jahr: „Bewegung im Alter“.

Vertreten waren unter anderem das Pilgerheim Weltersbach und das Altenzentrum Hasensprungmühle. Gemeinsam bieten sie rund 300 Wohn- und Pflegeplätze in Leichlingen an. „Bei uns hat Bewegung einen hohen Stellenwert, weil sie nicht nur den Körper, sondern auch den Geist beweglich hält“, sagte Pilgerheim-Geschäftsführer Joachim Noß. Vor allem gehe es um eine gezielte Sturzprophylaxe, um im Alter sicher auf den Beinen zu bleiben. „Wir bieten unter anderem Ergo- und Physiotherapie an. Außerdem arbeiten wir mit dem Turnverein Witzhelden zusammen, der einmal in der Woche mit den Bewohnern bei uns Seniorengymnastik macht“, berichtete Noß.  Im Pilgerheim gibt es außerdem einen Bouleplatz und eine Kegelbahn, die zum Spaß an der Bewegung anregen.

Ähnlich sieht das Angebot im Altenzentrum Hasensprungmühle aus. „Stürzen ist das Schlimmste, was alten Menschen passieren kann. Dem wollen wir vorbeugen“, unterstrich Noß die Ziele der Bewegungsangebote. „Stillstand ist immer schlecht“, sagte auch die städtische Seniorenberaterin Claudia Wolf. Die Senioren sollten sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten so viel wie möglich bewegen, um sich fit zu halten. Das sei die beste Prävention vor Unbeweglichkeit und Krankheit. Dazu beitragen können auch verschiedene technische Hilfsmittel wie der Rollator: „Hier hat sich die Einstellung geändert, einen Rollator zu nutzen ist nicht mehr peinlich“, sagte Noß.

Mit ihrem Angebot konnte die SAG zwar immer noch nicht die große Zahl der Interessenten ansprechen, für die es relevant wäre. „Aber der Informationstag ist nach meiner Einschätzung besser besucht als letztes Jahr“, sagte Wolf. Es sei ein stetiges Kommen und Gehen.

Im Brückerfeld präsentierten sich neben den Seniorenwohnheimen unter anderem der Sozialverband VdK, verschiedene ambulante Pflegedienste, der Ökumenische Hospizdienst sowie die städtische Senioren-, Pflege- und Wohnberatungsstelle.

„Die Arbeit im Netzwerk hilft den Patienten, weil wir Anbieter uns kennen und miteinander sprechen. Dadurch können wir Angelegenheiten im Sinne der Menschen auch mal schneller informell und unbürokratisch regeln“, sagte Claudia Wolf.

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