Leichlingen: Im Wasser, auf dem Rad und an Land

Leichlingen : Im Wasser, auf dem Rad und an Land

Beim diesjährigen Kinder-Triathlon rund ums Blütenbad können sich Sechs- bis Zwölfjährige gleich in drei Disziplinen ausprobieren. Der Spaß steht dabei im Vordergrund. Eine Familienstaffel gibt es auch.

Beim diesjährigen Kindertriathlon können sich Sechs- bis Zwölfjährige auf sportliche Herausforderungen freuen. Eine Familienstaffel bindet die Eltern mit ein. Für Daniel ist eins ganz klar: Der 18- jährige will auf jeden Fall beim Kindertriathlon mithelfen, vielleicht als Streckenposten, vielleicht versorgt er auch die Kleinen mit Getränken.

"Ich bin selbst aktiver Schwimmer und unterstütze gerne jegliche sportliche Aktivität", erklärte der Oberstufenschüler gestern bei der offiziellen Vorstellung der Veranstaltung. Daniels Sportlehrer Klaus Worms ist es, der seit der Jahrtausendwende - wenn auch unregelmäßig - einen Triathlon auf die Beine stellt, früher für alle, heute ausschließlich für Kinder. "Es war logistisch einfach nicht mehr machbar mit so vielen Teilnehmern, in Bezug auf Sicherheit und Organisation."

Neben der Verwaltung hat der Gymnasiallehrer im DLRG einen verlässlichen Partner gefunden. "Unser Verein stellt vor allem den Sanitäterdienst und kümmert sich um die Sicherheit im Freibad", erläutert der DLRG- Vorsitzende Frank Scheid und ist sichtlich stolz darüber, dass es ihm gelungen ist, auch das überregionale DLRG-Veranstaltungsteam für das sportliche Familienevent gewonnen zu haben. "Wir werden eine Hüpfburg aufbauen und, wenn wir eine Wasserfläche im Freibad zur Verfügung haben sollten, jede Menge tolle Wasserspiele anbieten können."

Fest blockiert ist bereits das Nichtschwimmerbecken - und zwar für den Triathlon: Die Kinder werden erst 50 Meter schwimmen, dann 2,5 Kilometer radfahren und anschließend 400 Meter laufen, je nach Jahrgang natürlich zeitversetzt. "Die Jüngsten sind sechs, und wir hatten auch schon Kinder mit Schwimmflügeln dabei, die nicht schwimmen konnten, ebenso wie Kinder mit Stützrädern", erinnert sich Klaus Worms. Nach den sportlichen Betätigungen, bei denen jeweils am Ende der Staffellauf der Familien steht, gibt es für alle Kinder Geschenke und Teilnehmerurkunden. "Bei uns gibt es keine Sieger und keine Platzierungen, es geht einzig und allein um die Freude am Sport und um das Familienerlebnis", betont Frank Scheid, "die Kinder von heute stehen schon genug unter Leistungsdruck."

2016 machten rund 100 Kinder mit, einige davon auch von außerhalb. "Jeder ist willkommen, bei dem der Sport im Vordergrund steht und nicht irgendwas anderes", sagt Sportlehrer Worms. "Ich erinnere mich nämlich an eine Frau, die sich beim Triathlon nach dem Schwimmen erst einmal in Ruhe die Haare geföhnt hat, ehe sie aufs Fahrrad gestiegen ist und sich der nächsten Disziplin gewidmet hat."

(RP)
Mehr von RP ONLINE