Leichlingen: Hohe Auflagen fürs Oktoberfest

Leichlingen : Hohe Auflagen fürs Oktoberfest

Das Oktoberfest der Veranstaltungs-Agentur Ischerland am kommenden Wochenende hat von der Stadt deutliche Grenzen gesetzt bekommen: Um 24 Uhr ist Schluss, bereits ab 22 Uhr muss die Lautstärke heruntergefahren werden.

Die Beschwerden haben Wirkung gezeigt: Wenn im Festzelt auf der Postwiese am kommenden Wochenende das erste Fass Oktoberfestbier angestochen wird, ist das keineswegs der Auftakt zu einer Sause bis tief in die Nacht.

Die Stadtverwaltung hat dem Veranstalter, der Agentur Ischerland, deutliche Auflagen zusammen mit der Genehmigung an die Hand gegeben, damit sich grenzenlos lautes Festgetümmel wie im Karneval nicht wiederholt.

Anwohner hatten sich vor einigen Wochen im Rathaus massiv beschwert und ihrer Sorge Ausdruck verliehen, das Fest könne wieder in "ohrenbetäubenden Dauerkrach" ausarten, "der einen um den Schlaf bringt" und "die Fensterscheiben erzittern lässt".

Um 24 Uhr ist jeweils Schluss, so lautet eine der Auflagen. Bereits ab 22 Uhr muss die Lautstärke so stark heruntergefahren werden, dass sie außerhalb des Festzeltes nicht stört. "Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes werden das auch kontrollieren", heißt es dazu aus dem Rathaus.

Info-Zettel verteilt

Rolf Ischerland selbst betonte gestern, er sehe fürs Oktoberfest keine Lärm-Probleme auf Anwohner zukommen. "Wir haben auch schon Informationszettel in die Briefkästen verteilt", berichtete er. Im übrigen sei gerade die "Musikanten-Gaudi" am Samstagabend eine Veranstaltung, "bei der sich die Leute auch mal unterhalten wollen. Da wäre zu laute Musik eh falsch".

Bajuwarische Festatmosphäre soll statt hoher Phonzahl eher durch Gaumenfreuden wie frische Hax'n und Oktoberfestbier oder spannende Aktionen unter die Zeltplane gezaubert werden. So erwartet Ischerland die Landratskandidaten Hermann-Josef Tebroke (CDU) und Gerhard Zorn (SPD) nicht nur als Ehrengäste — er will sie auch zu einem besonderen Wettstreit antreten lassen, "wie es ihn auf der Bühne noch nie gegeben hat". Mehr wolle er aber im Vorfeld nicht verraten. Wettsägen? Holzhacken? Es darf munter gerätselt werden unter den 450 Festgästen. Fast alle Tickets sind bereits verkauft.

Doch auch für den Disco-Abend am Freitag, 14. Oktober, sieht der Veranstalter keine Probleme, da das Beschallungskonzept überarbeitet worden sei. "Anstatt ausschließlich zentral von der Bühne, werden wir mit Lautsprechersatelliten an vielen Stellen im Zelt arbeiten", kündigt er an: "Dann verteilt sich der Schall, es wird insgesamt leiser."

Für Anwohner, die sich selbst davon überzeugen wollen, hält Ischerland "die eine oder andere Freikarte bereit".

(RP/rl)