Leichlingen: Hoffnungsvoller Neustart für Innenstadt

Leichlingen: Hoffnungsvoller Neustart für Innenstadt

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung hat gestern Abend Grünes Licht für die komplette Neuplanung der Innenstadt gegeben. CDU und FDP haben Vorschläge gemacht, auch zur Erweiterung der City.

Alles auf Anfang bei der Innenstadtplanung: Nach diesem Motto soll jetzt ein neuer Bebauungsplan für die Innenstadt aufgestellt werden. Für die gestrige Sitzung des des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung (ASW) legte die CDU einen Antrag vor. Die Christdemokraten möchten im Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 100 "Quartier Rathausumfeld / Wupperufer" das Planungsgebiet noch in östliche und westliche Richtung erweitern.

CDU-Fraktionsvorsitzender Helmut Wagner regt die Einbeziehung des sogenannten Stelzenhauses mit dem Garagenhof wegen des lang andauernden Leerstandes der Geschäfte: "Die Unterbauung des Stelzenhauses weist auf eine offenbar nicht zeitgemäßes Angebot an Ladenfläche hin", schreibt Wagner in seinem Antrag. Er meint, dass so auch die Interessen des Eigentümers und der Bewohner von "Cremers Weiden" mit der Innenstadtentwicklung zu verbinden seien.

"Die Bewohner von Cremes Weiden" stellen für den Nahversorgungsbereich Innenstadt eine wichtige Kundschaft dar, auf deren Bedürfnisse jetzt eingegangen werden kann", argumentiert Wagner.

Bei der Neugestaltung der Innenstadt rückt die Öffnung zum Wupperufer in den Fokus. Einen Rundlauf mit Gastronomie regt die CDU an. Foto: Miserius, Uwe
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Im Westen möchte die CDU den Innenstadt-Entwicklungsplan um die Grundstücke mit dem Café am Stadtpark bis zur Sparkasse einbeziehen, um auch dort die Öffnung zur Wupper als Rundlauf und für die Gastronomie erweitern zu können.

Für die FDP erklärt Lothar Esser, die Vorlage zum Innenstadtbebauungsplan klinge wie ein Neustart, der aber hoffentlich der letzte nach den bisherigen Fehlstarts sein möge, wünscht sich Esser. "Wir sind hocherfreut, dass in der Vorlage das Stadtentwicklungskonzept von Prof. Fritschi aus dem Jahre 2009 wieder in den Vordergrund gestellt wurde", betont der FDP-Sprecher. Esser sagt aber auch: "Wir haben aus der Vergangenheit gelernt, dass ohne eigene Vorgaben und ohne konkrete Zielsetzungen eine vernünftige Planung nicht möglich ist." Bisher sei von Politik und Bürgerschaft auf die Vorstellungen und Planungen von Investoren immer nur ablehnend reagiert worden. "Wie soll man denn auch Deckungsgleichheit bei den Vorstellungen erzielen, wenn diese, wenn überhaupt, nur unzureichend oder schwammig formuliert sind?", räumt Esser ein.

Die FDP hat dem Fachausschuss gestern Abend ein siebenseitigesSchreiben zu ihren Planungsvorstellungen für die Innenstadt vorgelegt. Zu dem Punkt "Öffnung zur Wupper" fordern die Leichlinger Liberalen unter anderem eine Wuppertreppe mit Verbindung zum neuen Stadtpark, den Abriss des Rathauses und Neubau in zentraler Innenstadtlage, zusätzliche Wohn- und Geschäftshäuser mit offenem Zugang am Wupperufer. Die FDP fordert außerdem die Einbindung des denkmalgeschützten Gebäudes, in dem sich jetzt noch die Polizeiwache befindet.

(RP)
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