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Leichlingen: Hochstimmung bei der Sockensitzung

Leichlingen : Hochstimmung bei der Sockensitzung

Eine Jubiläumssitzung nach Maß hat die 1. Kleine Karnevalsgesellschaft (KG) Kirchstraße am Freitag und Samstag in der Toskana-Halle hingelegt: Zum 16. Mal feierten die Karnevalisten ausgelassen beim ersten und zweiten Streich der Sockensitzung, schon zum elften Mal organisierte die KG die jecke Party.

Und tatsächlich: Trotz der Erfolge in den Vorjahren ließ sich die Stimmung zum Jubiläum sogar noch einmal steigern. Allein Lutz Kniep, "dä Mann met d'r Trööt", begeisterte nicht nur auf seiner Trompete, sondern auch mit einer Lasershow, die sowohl die 450 Besucher am Freitagabend als auch die 700 Jecken am Samstag schwärmen ließ. Zum Dank für die sensationelle Aufführung und die jahrelange Treue zur Sockensitzung erhielt der sichtlich gerührte Kniep am Freitagabend die Ehrensocke in Gold.

Von den Stühlen riss die Karnevalisten erwartungsgemäß auch die Aufführung des TSV Rhein-Wupper. Besonderes Bonbon für die KG-Jubilare: Als Weltpremiere führte die Garde des Leichlinger Dreigestirns Samstagnacht ihren neuesten Showtanz auf, mit dem sie in den nächsten Monaten an Wettbewerben in Deutschland und Europa teilnehmen wird.

Durch das Programm führten an beiden Abenden Literat Markus Manderscheid und Winfried Reichwald, als ehemaliger Rektor der katholischen Grundschule Kirchstraße ein Mann der ersten Stunde auf der Sockensitzung.

"Das erste Mal haben wir 1998 in unserer Turnhalle als Dankeschön für die vielen Eltern gefeiert, die sich das ganze Jahr über für unsere Schule engagiert hatten", sagt Reichwald. Reiner Peter, Beate Beier, Heike Zimmer und Peter Schmidt vom Schul-Förderverein seien damals die treibenden Kräfte gewesen.

Im Jahr 2002 wurde die 1. Kleine KG Kirchstraße gegründet, 2005 fand die Sockensitzung zum ersten Mal in der Toskana-Halle statt. Seither hat sich viel getan, der gute Ruf der Sockensitzung reicht mittlerweile bis nach Köln. "Wir sind ja gerade am Samstag mehr eine Stehung als eine Sitzung", spielt Winfried Reichwald auf die ausgelassene Partystimmung an. Trotzdem wüssten die meisten Besucher auch gute Büttenredner zu schätzen, das locke die Auftrittskräfte aus der benachbarten Karnevalshochburg an.

So familiär wie am Anfang ist es auf den beiden Großveranstaltungen mittlerweile allerdings nicht mehr: "Wir waren bei der ersten Sockensitzung 148 Jecke, heute sind es weit über 1000", erinnert sich der ehemalige Rektor.

Nach wie vor würden aber rund 75 Prozent der Eintrittskarten an Tischgruppen verkauft. "Man kennt sich und feiert ausgelassen zusammen", sagt Reichwald. Sockensitzung heute sei weniger traditioneller rheinischer Karneval, dafür aber eine riesen Party. Nachwuchssorgen kenne sie deshalb nicht.

(inbo)