Henley-Brücke bekommt Stahlkorsett – oder auch nicht

Kosten noch unbekannt : Henley-Brücke bekommt Stahlkorsett – oder auch nicht

Es gibt Neuigkeiten von der gesperrten Henley-Brücke, der sonst viel genutzten Verbindung zwischen Brückerfeld und Neukirchener Straße. Am Donnerstag haben Gutachter eines Ingenieurbüros die Holzbrücke genauestens unter die Lupe genommen.

Ihr Vorschlag: Im unteren Bereich soll die Brücke eine Art Stahlkorsett bekommen, im oberen Bereich durch „Stahllaschen“ versteift werden, teilt Bürgermeister Frank Steffes mit. So könne die Brücke noch etwa ein Jahr genutzt werden. Die Kosten für diese kurzfristige Reparatur stehen allerdings noch nicht fest, sie werden vom Gutachter in den nächsten Tagen berechnet.

Ob die Brücke auch wirklich repariert wird, ist unklar. „Das machen wir nur, wenn die Kosten im vertretbaren Rahmen sind“, sagt Steffes. Was ein vertretbarer Rahmen wäre, konnte er allerdings noch nicht sagen. „Das müssen wir genau abwägen.“

Denn die Tage der Henley-Brücke sind gezählt, sie soll abgerissen und durch einen breiteren Neubau ersetzt werden. Geplant ist, dass dieser Neubau zeitgleich mit dem Bau der Tiefgarage am ehemaligen Kaufpark-Gelände direkt nebenan erfolgt. Wenn alles gut geht und die entsprechenden Genehmigungen erteilt werden, sollen die Abrissarbeiten Mitte 2020 beginnen.

Wie lange die Henley-Brücke dann überhaupt noch nutzbar ist, steht ebenfalls noch nicht fest. „Wenn die Baugrube entsteht, müssen wir die Brücke sperren“, sagt Steffes. Und dann stelle sich die Frage, ob sich die Reparaturkosten lohnen, wenn die Brücke höchstens noch ein halbes oder dreiviertel Jahr genutzt werden kann. Zumal sich eine Reparatur der aktuellen Schäden mit den vorgeschlagenen Stahlbauten mindestens noch bis Januar hinziehen werde.