Leichlingen: Haus für Flüchtlinge wächst

Leichlingen: Haus für Flüchtlinge wächst

Laut Stadt besteht nach wie vor dringender Bedarf an Unterkünften für Flüchtlinge. In der Friedensstraße soll jetzt eines aufgestockt werden.

50.000 Euro hat die Stadt Leichlingen in ihrem aktuellen Etat für die Sanierung einer Flüchtlingsunterkunft (Oberschmitte oder Friedensstraße) eingestellt. Denn laut einer Stellungnahme des Sozialamts besteht nach wie vor dringender Bedarf an städtischen Unterkünften für (vorwiegend) männliche Flüchtlinge, da mit weiterer Zuweisung sowie dem Verbleib vieler Einzelpersonen zu rechnen sei.

Im Infrastruktur, Verkehrs- und Betriebsausschuss stellte die Stadt nun vor, wie um ihre Unterkünfte baulich steht. Bei "anerkannten" Flüchtlingen, die in der Regel eine Wohnsitzauflage fürdrei Jahre haben, ist es aufgrund der Mangelsituation an entsprechenden Wohnungen in Leichlingen oft nicht möglich, eine geeignete Wohnung zu finden", teilte die Verwaltung mit. Und so blieben viele "geduldete" Einzelpersonen in den städtischen Unterkünften.

Um schnell handeln zu können, habe man beide Standorte geprüft und sei zu folgendem Ergebnis gekommen: Oberschmitte Das Gebäude ist laut Stadt zwar sanierungsbedürftig, sollte jedoch aufgrund der abgelegenen Lage mit schlechter Verkehrsanbindung aber nicht mit oberster Priorität betrachtet werden." Aufgrund der Lage im Außenbereich sei zudem keine Veränderung genehmigungsfähig.

Friedensstraße Nur das Gebäude Friedensstraße 38 bietet laut Stadt sinnvolle Chancen zur Erweiterung.

- Das Haus befindet sich in innenstadtnaher Lage mit guter Verkehrs- und infrastruktureller Anbindung.

- Die Aufstockung ist baurechtlich problemlos möglich.

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- Der im ersten und zweiten Obergeschoss vorhandene Grundriss kann in einem dritten wirtschaftlich übernommen werden: Die vorhandene Statik wird beibehalten und die Stränge der Hausinstallationen können verlängert werden. Der planerische und bauliche Aufwand hält sich dadurch in Grenzen, so dass eine kurze Bauzeit möglich ist.

- Eine Betontreppe bis ins Dachgeschoss ist schon vorhanden.

- Die ohnehin sanierungsbedürftigen Bauteile wie Dach und Sanitäranlagen können mit der Aufstockung gemeinsam erneuert werden, teilt die Stadt mit.

- Die insgesamt zwölf Appartements sind langfristig flexibel nutzbar (Sozialwohnungen):

Sinn macht laut Stadt daher eine Aufstockung des Gebäudes um ein Geschoss. 2019 soll Baubeginn sein.

Für die Grünen, die ursprünglich mehr Gebäude ausbauen wollten, lobte Jürgen Langenbucher gestern die Ausführungen der Stadt - mit einer kleinen Einschränkung: "Anstatt aufzulisten, wo überall etwas nicht geht, hätte ich mir gewünscht, die Möglichkeiten und Umfänge für denkbare Erweiterungen aufgeführt zu bekommen", sagte er." Schließlich kann heute keiner sagen, ob wir nicht bald doch wieder mehr Unterbrechungen vornehmen müssen"

(RP)