Großes Interesse an Immobilienmesse in Leichlingen

Infos übers Eigenheim : Großes Interesse an Immobilienmesse

Experten berieten am Wochenende in der Aula des Gymnasiums zu den Themen Hauskauf, Vermietung und auch Einbruchsicherung.

Die Immobilienmesse im Foyer des Gymnasiums am Sonntag zog in den frühen Mittagsstunden hunderte Besucher an. 2019 musste die Veranstaltung noch ausfallen, weil Markler tatsächlich keine passenden Objekte anzubieten hatten. Die Lage auf dem Markt bleibt angespannt – daran werde laut Immobilienmakler Michael Pohlmann auch eine Bremse der Mietpreise, wie sie in Berlin nun kommen soll, nichts ändern.

„Das wird nichts bringen“, sagte der Mann vom Maklerbüro Laufenberg, das nach eigenen Angaben derzeit in Neuss, Langenfeld und Dormagen das größte Unternehmen seiner Art ist und an allen drei Standorten knapp über 80 Mitarbeiter beschäftigt. In den meisten Fällen, berichtete Michael Pohlmann, müssten die Eigentümer der Immobilien ihre Häuser aufgrund großer Lebensveränderungen verlassen und verkaufen. „Die meisten wollen nicht verkaufen – sie müssen.“

Einschneidende Dinge wie Tod oder Krankheit seien oft der Anlass, aber auch positive Veränderungen wie der Umzug in eine andere Stadt des neuen Berufs wegen seien an dieser Stelle zu nennen. Wer vor der Entscheidung stehe, ob er seine Immobilie verkauft oder vermietet, sollte sich laut Experten in einigen Dingen klar werden: Bei der Vermietung einer Behausung laufe nicht immer alles glatt, der Vermieter sei schließlich für die Instandhaltung zuständig, und das bedeute oft Stress. „Wenn man dem gewachsen ist, spricht nichts gegen eine Vermietung“, sagte Pohlmann.

Sicher könne nicht erwartet werden, dass das eigene Haus, das schließlich eine große Wertanlage darstellt, in Zukunft an Bedeutung verliert. Und so sei es nur ratsam, sich gegen Personen zu schützen, die unentdeckt und durch die Bewohner ungewollt ins Gebäude eindringen – kurzum: der Schutz vor Einbrüchen ist vielen Menschen besonders wichtig. Daher sah sich auch die Polizei des Rheinisch-Bergischen Kreises in der Pflicht, zwei Kollegen aus ihrer Expertenriege zur Immobilienmesse in die Blütenstadt zu senden.

Kriminalhauptkommissarin Claudia Kammann verriet die beliebtesten Einstiegspunkte der Gangster: mehr als die Hälfte steige demnach durchs Fenster ein. Die Kellertür hingegen gilt als unbeliebt. Warum? „Dort ist man sehr schnell gefangen“, berichtete Kammann. Um sich zu schützen, gibt es allerlei technische Spielereien, wie beispielsweise Licht, das sich durch Zeitschaltuhren hin und wieder einschaltet oder Erschütterungssensoren an Fenster, berichteten die Experten der Polizei.

Wenngleich Matthias Schleier von der Kriminalprävention der Kreispolizei betonte: „Wichtig ist zunächst, dass die Grundsicherung stimmt.“ Dazu gehört die bauliche Sicherung von Türen und Fenstern. Aber auch wachsame Nachbarn haben schon so manchen Einbrecher wieder verscheucht (siehe Infokasten).