Leichlingen: Grillen ist nur am Wallgraben erlaubt: Die Stadt kontrolliert

Leichlingen: Grillen ist nur am Wallgraben erlaubt: Die Stadt kontrolliert

Grillen ist bei den hochsommerlichen Temperaturen jetzt auch ein Leichlingen eine beliebte Sommerbeschäftigung. In der Blütenstadt wird aber nach Regeln gegrillt - sollte es zumindest.

Denn wegen des Naturschutzraumes entlang der Wupper darf dort nicht gegrillt werden. Um Beeinträchtigungen von Flora und Fauna zu vermeiden, hat die Stadt einen regulären Grillplatz Am Wallgraben in der Nähe des Kinderspielplatzes eingerichtet.

Dieses schattige Fleckchen, das von Bäumen umgeben ist, verfügt über einen gemauerten Grill, der groß genug ist, um auch für Gruppen oder Schulklassen genügend Grillgut aufzunehmen. Die angrenzende Wiese und vor allem der mit vielen Geräten bestückte Kinderspielplatz machen den Grillplatz auch für Familien attraktiv.

Allerdings muss bei der Stadtverwaltung nach einem Grilltermin und einer Erlaubnis zunächst formlos telefonisch oder per E-Mail angefragt werden (Tel. 02175 992 345, wolf-peter.roehrig@leichlingen.de). Dann gibt es in der Regel die schriftliche Erlaubnis fürs Grillen. Es muss allerdings zuvor eine Kaution von 150 Euro hinterlegt werden. Die Stadt stellt den Nutzern dann auch die Grillroste, denn eigene Grills, womöglich noch Einweggarnituren, sind am Wallgraben nicht erlaubt: "Diese Auflagen haben einen Sinn. Wir wollen, dass alles schön sauber bleibt", betont Stadtsprecherin Ute Gerhards.

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Nach dem Grillen gibt es eine Kontrolle des Platzes durch das Ordnungsamt. Und natürlich müssen die Grillroste beim Tiefbauamt auch wieder zurückgegeben werden. Die Nutzungsgebühr für den Grillplatz beträgt 24 Euro.

Zu den Auflagen beim erlaubten Grillen gehört es auch, die Zufahrten für Rettungsfahrzeuge frei zu halten, den Abfall zu beseitigen und vor allem auch die Feuerstelle zu reinigen. "Es geht uns auch darum, vor allem jetzt bei der großen Trockenheit, Waldbrände zu vermeiden", sagt Ute Gerhards.

Diese Regelungen hätten sich bei den meisten Leichlingern auch herumgesprochen. Der Grillplatz werde gut angenommen, meint die Stadtsprecherin. Dennoch gebe es neuralgische Punkte, wo oft und gerne unerlaubt gegrillt werde: etwa an der Pastoratsbrücke, wo sich von der Wiese aus zwar ein schöner Blick in Richtung Wipperkotten biete: "Das ist aber Naturschutzgebiet, und die Kontrolleure der Stadt passen da auch auf, dass nicht gegrillt wird", berichtet Gerhards.

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(RP)