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Grammofestival begeistert die Besucher

Kultur in Leichlingen : Grammofestival begeistert die Besucher

Für Organisator Joshua Mers war die Veranstaltung ein großer Erfolg – und eine Herzensangelegenheit. Für kommendes Jahr ist eine Reihe geplant.

Drei Tage Musik, drei Tage ganz im Zeichen des Grammo-Festivals. Das war das große Ziel von Joshua Mers, das er nun erreicht hat. Für sich selber und seinen im Vorjahr verstorbenen Vater Fritz Rüber. Entsprechend glücklich strahlte der junge Mann am letzten Festival-Abend. „Für mich war es eine Herzensangelegenheit“, sagte Joshua auch deshalb rundum zufrieden, weil alles gut gelaufen war und sich sämtliche Besucher an die coronabedingten Regeln gehalten hatten.

Geboten wurde im Alten Stadtpark insgesamt ein bunter Musikmix für jeden Geschmack und für jedes Alter. Für den Auftakt am Freitag sorgte „MonkeyMaze“, eine Blues- und Rockband aus Solingen. Für die nachfolgende Gruppe „Mr. B. Fetch“ war der Auftritt beim Grammo-Festival eine Premiere. Sie kamen gut beim Publikum an, während sie bekannte und unbekannte Highlights der Rock- und Popmusik der letzten 30 Jahre vortrugen. Am Samstag eroberten Soul Glow aus Düsseldorf, Baker‘s Breeze aus Leichlingen sowie „Jim Button’s“ aus Langenfeld die Bühne. Am Sonntag scharten sich die Fans erst um die Peter Nonn Bluesband, ehe sie sich von „Lorenz & die Band“ verzaubern ließen und bei „Triple Sec“ womöglich an frühere Zeiten in jener Musikkneipe erinnert fühlten, die dem Festival seinen Namen gab: an das „Grammophon“ mit Fritz Rüber als Inhaber.

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Nahezu 1500 Menschen dürften es insgesamt gewesen sein, die sich bei bestem Wetter zum 12. Open-Air-Spektakel dieser Art versammelt hatten. Ausgelassen tanzen zur handgemachten Live-Musik durften sie zwar nicht, lautstark in die bekannten Texte einstimmen aber doch. Und ein bisschen zappeln im Sitzen war allemal möglich. Entsprechend gut und entspannt war die Stimmung – obwohl die äußeren Umstände scheinbar komplett dagegen sprachen. Für viele Gäste war es der erste Konzertbesuch seit Corona. Auch für Rocky Meier aus Opladen, der sich mit einer Gruppe im Vorfeld online angemeldet hatte und eigens das gute Konzept lobte. Selbst für Sänger Peter Lorenz war es der erste Auftritt seit Monaten. „Ich freue mich riesig, dass es wieder losgeht“, sagte der gebürtige Leverkusener.

Im Vorfeld hatte Joshua Mers lange hin- und her gerechnet, dabei aber festgestellt, dass es nicht ohne Eintritt funktionieren würde. Klaglos hatten die Gäste gezahlt. „Somit sind die Kosten gedeckt und im grünen Bereich. Das ist ein gutes Gefühl für künftige Festivals und zeigt, dass es auch trotz erschwerter Bedingungen funktionieren kann“, kommentierte der Sohn von Fritz Rüber mit Blick nach vorne. Ganz nach Manier seines Vaters.