Leichlingen: Grammo-Festival mit Blues, Rock und Folk

Leichlingen : Grammo-Festival mit Blues, Rock und Folk

Elf Bands treten beim mittlerweile zehnten Grammo-Festival am langen Pfingstwochenende im Stadtpark auf. Für jeden Musikgeschmack ist etwas dabei - es gibt Blues, Rock, Reggae und Folk.

Für das zehnte Grammo-Musikfestival im alten Stadtpark hatte Organisator Fritz Rüber einen "Knaller" angekündigt. Er hat sein Versprechen gehalten und mit dem Duo Peter Lorenz und Heinz-Bernd Hövelmann zwei Bluesexperten verpflichtet, die seit Jahrzehnten zum festen Bestandteil der Rheinisch-Westfälischen Blueskultur gehören. Ihre Band wird die Menschenmassen zum Schluss- und Höhepunkt des insgesamt viertägigen Pfingst-Festivals begeistern.

Die Leichlinger Band "Six-Traxx" sorgt am Freitag, 18. Mai, 19 Uhr, für den Auftakt. Die Blütenstädter Gruppe ist bekannt dafür, den musikalischen Geist der 1970er- und 1980er Jahre mit klugen Arrangements in die heutige Zeit zu transportieren.

Von Samstag bis Montag, 19. bis 21. Mai, täglich 14 bis 22 Uhr, bietet das weitere Musikprogramm etwas für jeden Geschmack: Die Kölner Band "Random Players" serviert Rock'n'Roll, "Baker's Breeze" aus Leichlingen spielen Southern- und Blues-Rock; das Trio "Triple Sec" lässt den Samstag mit Coversongs ausklingen. Mit Folk-Rock startet der US-Amerikaner Jay Ottaway in den Sonntag, ehe die Bühne der Kölner Reggae-Band "Zoum Sondy" gehört und die Langenfelder "Jim Button's" - sie feierten gerade ihr 20-jähriges Bestehen - vielleicht ihre Geburtstagsparty zusätzlich verlängern. Am Montag sorgen vier Gruppen für Unterhaltung: Die "Amazing Journey" von der Musikschule Leichlingen, die Gruppe "ßoon" aus Solingen, die Band "Super Strut" spielt Funk in großer Besetzung, ehe Lorenz und Hövelmann folgen.

Baker's Breeze aus Leichlingen sind beim Grammo-Festival auch wieder dabei. Die Musiker spielen Southern- und Blues-Rock. Foto: U. Miserius (Archiv)

Der Auftritt der "Jim Button's" beim Leichlinger Open-Air-Festival ist Tradition. Es gibt Leute, die ausschließlich wegen dieser Coverband kommen. Doch das ist es nicht alleine, berichtet Veranstalter Michael Marks. "Viele Leute, die schon lange nicht mehr hier wohnen, nutzen das Festival als Gelegenheit, um alte Bekannte zu treffen." Darunter seien auch viele ehemalige Grammophon-Stammgäste, ergänzte Rüber, ehemaliger Wirt der Kult-Kneipe. "Auf diese Weise existiert das alte 'Grammo' ein bisschen weiter." Tatsächlich ist das Haus in 1-A-Lage nur noch eine Ruine. Der Abriss sei in naher Zukunft geplant, sagte Rüber. Was auf dem Grundstück gebaut werde, stehe aber nicht fest.

Der Eintritt zum Fest ist an allen Tagen frei. Deshalb ist man auf den Getränke- und Speisenverkauf angewiesen. Gewinne werden grundsätzlich reinvestiert. Aus dem Vorjahr stehen 10.000 Euro zur Verfügung. "Ich bin froh", sagte Rüber, "wenn am Ende eine schwarze Null übrigbleibt." Bleibt genügend, könnte er für 2019 eventuell "Peter Lorenz und Band" engagieren.

(gkf)
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