Globolus in Leichlingen - Ansturm auf das neue Sozialkaufhaus

"Globulus": Ansturm auf das neue Sozialkaufhaus in Leichlingen

Die ersten Besucher des neuen "Globolus" standen schon vor der Eröffnung vor der Tür und warteten auf den Einlass.

Am Mittwoch ist in Leichlingen das neue Sozialkaufhaus "Globulus" eröffnet worden. Viele kamen zum Stöbern. Die ersten Besucher standen schon vor noch geschlossener Tür und warteten auf den Einlass.

"Für Groß und Klein, für Dick und Dünn, für alle auf der Welt gibt es was, was ihnen gefällt!" Schüler der Klasse 4a an der Grundschule Uferstraße haben zur Eröffnung des Sozialkaufhauses Globolus an der Neukirchener Straße bunte Plakate gestaltet. Darauf die Einladung, für ein geringes Entgelt gut erhaltene, gespendete Gebraucht- und Neuwaren zu kaufen.

"Egal, woher du kommst, hier bist du willkommen", lasen die Passanten. Viele haben die Einladung am ersten Öffnungstag angenommen. "Ich habe den Andrang erwartet", sagte Bürgermeister Frank Steffes. Neugier sei dabei. Aber obwohl Leichlingen im Schnitt eine wohlhabende Gemeinde sei, gebe es auch hier Bedürftige. "Im Globolus haben sie die Möglichkeit, Geld zu sparen, was ihnen an anderer Stelle vielleicht Entlastung bringt", sagte der Verwaltungschef.

Das Sozialkaufhaus ist ein Kooperationsprojekt des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Leichlingen mit dem ökumenischen Arbeitskreis, dem Architekturbüro Pässler Sundermann & Partner und der Stadt. Es steht ab sofort jeden Mittwoch von 10 bis 16 Uhr allen Leichlingern offen. Wer einen Leichlingen-Pass vorlegt, erhält einen Preisnachlass.

Zu kaufen gibt es gespendete Kleidung und Spielzeug, aber auch Gebrauchsgegenstände wie zum Beispiel Koffer oder Mixer bis hin zu Dekoartikeln. "Heute gehen die Osterhasenfiguren am besten", berichtete DRK-Organisator Rüdiger Hagedorn. Die Bekleidung, die es sonst in der DRK-Kleiderkammer in der Mittelstraße gibt, verkauft das Rote Kreuz jetzt im Globolus.

Sorge, dass irgendwann alles ausverkauft sein könnte, hat er nicht. "Wir bekommen viele Spenden und werden vom Einzelhandel unterstützt", sagt er. Zehn Ehrenamtler von DRK, Quartierstreff und aus dem ökumenischen Arbeitskreis engagieren sich vor Ort. Die Einnahmen im Sozialkaufhaus werden unter anderem für Strom und andere Kosten in dem Gebäude verwendet.

Außerdem geht ein Teil ans DRK, das mit den Einnahmen aus der Kleiderkammer bisher seine Kosten gedeckt hat. Über die Verwendung des Restes wurde laut Hagedorn noch nicht entschieden.

Initiiert haben das Projekt Matthias Ebecke, Klaus Reuschel-Schwitalla und Frank Steffes. Die Stadt hat das Büro Pässler Sundermann & Partner für die Idee gewonnen - die Investoren, die auf dem Areal in den nächsten Jahren einen Einzelhandels- und Wohnkomplex errichten wollen. "Wir freuen uns total, dass hier in der Zwischenzeit etwas Sinnvolles stattfindet", sagte Architekt Martin Pässler.

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Rund anderthalb Jahre könne das Globolus voraussichtlich an diesem Standort bleiben. "Wir rechnen weiterhin damit, dass wir 2019 oder 2020 anfangen können zu bauen. Derzeit läuft alles sehr gut", sagte Andreas Pässler.

Das Sozialkaufhaus nimmt Spenden an

Spender können sich an diese Ansprechpartner wenden:

Haushaltsgegenstände und Kleinmöbel: Matthias Ebecke (0179 5990779)

Möbel: Heinrich Witprächtiger (02175 730047)

Bücher, Hörbücher, Spielwaren, CDs und DVDs: Susanne Kornatz (0157 32623742)

Kleidung kann weiter am DRK-Container, Mittelstraße 44, abgegeben werden oder nach Absprache: 02175 6222.

(RP)