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Leichlingen: Gefährlicher Schulweg erst 2015 sicherer

Leichlingen : Gefährlicher Schulweg erst 2015 sicherer

Eigentlich sehen alle ein, dass der Schulweg für die Kinder in Bennert über die K 10 brandgefährlich ist. Der Kreis will Überquerungshilfe und Temposchwellen aber erst 2015 bauen, wenn er die Fahrbahn der K 10 saniert. Justus Kegel aus der zweiten Klasse muss deshalb bald keine Angst mehr haben, wenn er auf seinem Schulweg die Kreisstraße 10 überquert.

Nachdem sich sein Vater Christian mit ihm auf der Polizeiwache vorgestellt, sich an den Bürgermeister und an unsere Redaktion gewendet hatte, kam alles in Gang: Nun soll es zwar eine Schulwegsicherung in Bennert geben. Das wird jetzt zumindest nach einer Verkehrsbesprechung vor Ort angekündigt. Das kann aber noch dauern.

Justus ist nicht alleine mit seiner Angst, auf dem Schulweg zu verunglücken. Zwischen 7.45 und 8.15 Uhr haben die Verkehrsbeobachter 20 Schulkinder gezählt, die an der kaum einsehbaren Ecke von der Bergstraße die K 10 überqueren müssen. Diese Straße wird viel befahren, weil sie als "Einflugschneise" für ein großes Burscheider Werk gilt.

Und es wird zu schnell gefahren: Das haben Elterninitiativen seit 2008 immer wieder ins Feld geführt. Und der Verkehrsauschuss hatte da bereits einer Sicherung zugestimmt. Aber es war nichts geschehen auf der Straße, die zum Rheinisch-Bergischen Kreis gehört. Nun soll das Tiefbauamt des Rheinisch-Bergischen Kreise prüfen, ob diese Sicherungseinbauten im nächsten Jahr mit der dann ohnehin geplanten Sanierung der Straßendecke der K 10 verbunden werden können.

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Die besorgten Eltern hatten aber einen Zebrastreifen und Hinweisschilder "Vorsicht Schulkinder!" vorgeschlagen: also Maßnahmen, die schnell und ohne große Straßenausbauten zu bewerkstelligen wären. So bleiben zwar die Pläne, den einvernehmlich von der Verkehrskommission als gefährlich anerkannten Schulweg zu sichern. De facto müssten die Kinder dann aber noch wahrscheinlich ein ganzes Jahr lang jeden Tag morgens und mittags mit einem mulmigen Gefühl vor der kaum einsehbaren scharfen Rechtskurve an der K 10 stehen und lauschen, ob Autos nahen, weil sie die nicht sehen können. Und dann können sie nur hoffen, in einem Spurt über die Straße unbeschadet ans Ziel zu kommen.

Bei einem Ortstermin mit der Polizei hatten die Beamten übrigens bestätigt, dass besonders viele Solinger Fahrer sowie Werksfahrzeuge von Johnson Control auf der K 10 unterwegs sind und - wahrscheinlich aus Unkenntnis der Gefahren für die Schulkinder - dort zu schnell fahren. Als Unfallhäufungspunkt ist die Stelle zwar nicht bei der Polizei klassifiziert.

Aber das hält der Schülervater Christian Kegel für makaber und fragt weiterhin: "Muss denn erst ein Kind angefahren werden, bevor hier etwas passiert?"

(RP)