Förderschule in Wermelskirchen wird eigenständig

Steigende Schülerzahlen : Förderschule in Wermelskirchen wird eigenständig

Der Kreis soll eine neue Förderschule bekommen, und zwar in Wermelskirchen. Derzeit ist die Schule in Wermelskirchen ein Teil der Verbundschule Mitte-Nord, deren Hauptstandort  in Bergisch Gladbach angesiedelt ist.

Eine neue Prognose zur Entwicklung der Schülerzahlen bestätigt, dass diese stabil bleiben und sogar leicht ansteigen. Dies spreche für die Gründung einer neuen Förderschule in Wermelskirchen, teilt die Kreisverwaltung mit. Die endgültige Entscheidung über die Gründung einer neuen Schule trifft der Kreistag.

„Durch die räumliche Distanz zwischen den beiden Standorten sind die tägliche Zusammenarbeit und die Weiterentwicklung der pädagogischen Konzeption der Schule deutlich schwieriger“, sagt Schulrat Christoph Lützenkirchen, und verweist auf  die Herausforderungen der Verbundschule, die durch die Neugründung gelöst würden.

Die Neugründung der Schule wird nicht zuletzt durch die Reduzierung der Mindestgrößen von Förderschulen im Bereich der Primar- und Sekundarschule möglich. Die Landesregierung hat beschlossen, die Zahl von 144 auf 112 Schüler zu senken. Für den Standort in Wermelskirchen werden weiter steigende Zahlen prognostiziert. In diesem Schuljahr besuchen 143 Kinder und Jugendliche die Schule. Für das kommende Schuljahr 2020/21 wird mit 148 Schülern geplant, in den darauffolgenden Jahren mit 147, 149, 152 und 153. Am Standort in Bergisch Gladbach wird mit jährlich knapp über 180 Kindern und Jugendlichen gerechnet. Damit sind die Mindestzahlen erreicht.

Durch die Neugründung erhält die Schule in Wermelskirchen eine Rektoren- und Konrektorenstellen durch das Land, um die alltägliche Zusammenarbeit zu erleichtern und das pädagogische Konzept weiterzuentwickeln. Der Kreis rechnet als Schulträger mit geringen Mehrkosten – beispielsweise für neue Schilder, Siegel und Vordrucke – von rund 1300 Euro.

(cebu)