Leichlingen: Feuerwehr rettet verunglücktes Pferd

Leichlingen: Feuerwehr rettet verunglücktes Pferd

Beim Grasen fiel ein Pferd eine drei Meter hohe Böschung hinunter und verhedderte sich in einem Brombeergestrüpp und in einem elektrischen Zaun. Das war die dritte Tierrettung durch die Feuerwehr Leichlingen in diesem Jahr.

Einen Schreck in der Morgenstunde erlitten gestern eine Spaziergängerin mit ihrem Hund und vor allem ein Pferd, das in einen Abhang am Wiesenberg gestürzt war. Das viele frische Grün auf der Wiese hatte das Pferd offensichtlich so angelockt, dass es sich immer weiter von seiner Weide auf den Abhang zubewegte. Dabei übersah der Vierbeiner offensichtlich sogar den elektrischen Zaun, mit dem die Koppel gesichert war.

Es muss dann über den Zaun gestolpert und den etwa drei Meter tiefen Graben hinuntergerutscht sein. Wild um sich schlagend und wiehernd fand die Spaziergängerin mit dem Hund das Pferd hilflos in einer Brombeerhecke auf dem Rücken liegend in dem Graben. Das Tier hatte sich in Zaun und Hecke verfangen und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien.

Helfen konnte die Freiwillige Feuerwehr Leichlingen, die mit ihrem Löschzug zwei und acht Mann anrückte. Die Spaziergängerin hatte die Feuerwehr angerufen. Die Feuerwehrmänner legten dem Pferd ein Halfter an und zogen es mit Hilfe mehrer Schläuche wieder auf die Beine. Mittlerweile war auch die Tierärztin eingetroffen, die von der Feuerwehr hinzugerufen worden war. Das Pferd machte zwar den Eindruck, unter Schock zu stehen. Ihm wurde deshalb eine Decke aufgelegt. Die Untersuchung der Tierärztin ergab aber, dass "Prinz", wie das Pferd heißt, tatsächlich unverletzt geblieben und mit einem Schrecken davon gekommen war. Schon bald nach seinem Sturz graste "Prinz" wieder weiter auf der Weide. Allerdings hielt er sich dann auffallend weit von der Böschung und der Brombeerhecke entfernt.

Zu Tierrettungen wird die Feuerwehr Leichlingen immer mal wieder gerufen. Pferde sind allerdings seltener aus Notlagen zu befreien. In diesem Jahr war dies gestern der dritte Einsatz zur Tierrettung. So hatte ebenfalls der Löschzug zwei am 18. April im Ortsteil Kempen einen Einsatz, bei dem ein verletzter Mäusebussard gerettet wurde. Die Feuerwehrleute brachten den Vogel, der nicht mehr fliegen konnte, zur Bergischen Greifvogelhilfe nach Rösrath, wo er dann medizinisch versorgt wieder aufgepäppelt wurde.

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Beim ersten Einsatz zur Tierrettung in diesem Jahr, mussten sich gleich zwei Löschzüge veräppelt vorkommen - und das von einer Katze. Die "machte auf hilflos", entschloss sich aber dann doch zur Selbsthilfe. Die launische Katze war auf einen zwölf Meter hohen Baum im Ortsteil Bern geklettert und erweckte nun den Eindruck, sich nicht mehr herunter zu trauen. Deshalb rückten die beiden Löschzüge sogar mit der Drehleiter an, um die launische Maunz möglichst komfortabel aus dem Baum zu holen.

Doch als alles zur Rettung bereit war, zeigte die Katze sich undankbar und bewies, dass sie durchaus auch selbst den Baum wieder hinunterklettern konnte. Da Katzen aber klug sind, machte sie sich flugs aus dem Staube.... und ließ die Feuerwehrmänner "alt aussehen."

Da zeigte sich das gestern gerettet Pferd aber weitaus dankbarer. Das Pferd "Prinz" scheint aus seinem unfreiwilligen Kontakt mit dem Brombeergestrüpp und dem elektrischen Zaun hinzu gelernt zu haben.

(RP)
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