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Leichlingen: Fachausschuss votiert einstimmig für den neuen City-Bebauungsplan

Leichlingen : Fachausschuss votiert einstimmig für den neuen City-Bebauungsplan

Eine Sternstunde erlebte gestern abend der Ausschuss vor Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung (ASW): Einstimmig votierten alle Fraktionen für die Neuaufstellung eines Bebauungsplanes für die Innenstadt. Sieben Jahre des harten Ringens und Streitens in der Politik fanden damit ein Ende. Nun kann es vorangehen mit der Innenstadtentwicklung, mit Bürgerbeteiligung und Planung unterschiedlicher Varianten.

Der bereits von Investor Philipp Kiefer und Architekt Bernhard Reiser vorgestellten Planung wird weiterhin Entwicklungspotenzial bescheinigt. Einer weiteren Variante seien nun aber Tür und Tor geöffnet, freute sich Stefan Clemen (FW UWG). Interessant gestaltete sich in diesem Zusammenhang auch die Sitzordnung: Unmittelbar neben Clemen saß Rolf Ischerland, dann etliche leere Stühle weiter folgte der Rest der CDU: "Ich bin noch in der CDU, aber ich sitze lieber neben Stefan Clemen, mit dem bin ich befreundet", sagte Ischerland auf Nachfrage der RP. Er werde auch als beratendes Mitglied der CDU in diesem Ausschuss bleiben. Clemen hatte schon vor einiger Zeit zur FW-UWG gewechselt, wie einige weitere ehemalige CDU-Mitglieder.

SPD-Fraktionsvorsitzender Matthias Ebecke sagte: Vielleicht könne durch einen neuen Bebauungsplan auch "ein wenig kommunikativer Druck" auf Kiefer und Reiser ausgeübt werden, damit diese eine zweite Variante zur Innenstadtplanung vorlegten. Denn er habe auf seine diesbezügliche Anfrage bisher keine Antwort erhalten.

Helge Mehrtens vom Amt für Bauordnung und Planung der Stadt betonte den positiven Effekt, über die Aufstellung eines Bebauungsplanes nun auch mehreren "Variantenmöglichkeiten tatsächlich auch Raum zu geben." Mit Einbeziehung des alten und neuen Stadtparks in das Plangebiet würden diese Grünflächen auch erstmals gesichert, betonte Mehrtens. Der Stadtrat wird nach dem einstimmigen Ergebnis der Vorberatung durch den Fachausschuss über die Aufstellung des Bebauungsplanes entscheiden. Und im Jahr 2016 sollen 100 000 Euro für ein Planungsbüro in den Haushalt eingestellt werden.

(gt)