Leichlingen: Ex-Feuerwehrchef: harte Kritik am Ministerium

Leichlingen: Ex-Feuerwehrchef: harte Kritik am Ministerium

Mit einem geharnischten Brief an Bundesinnenminister Thomas de Maizière persönlich hat Leichlingens Ehren-Stadtbrandmeister Herbert Wieden auf die Kritik aus dem Ministerium an der Madeira-Hilfsaktion der Feuerwehr reagiert.

Er und die Leichlinger Feuerwehrleute seien "erschüttert über die Äußerungen eines Ihrer Referenten aus Ihrem Ministerium, dass wir von der deutschen Regierung keine Genehmigung hätten, dort in Uniform Hilfe zu leisten", schreibt Wieden. Er halte dies für einen unglaublichen Vorgang.

Für die Freiwillige Feuerwehr Leichlingen sei es eine besondere Verpflichtung und Selbstverständlichkeit, den Freunden der madeirensischen Wehr jede mögliche Hilfe zu leisten.

Im zweiten Teil seines Briefes an de Maizière wird Herbert Wieden noch deutlicher: "Wenn wir freiwilligen Feuerwehrangehörigen jetzt anfangen sollen, Ihr Ministerium oder wen auch immer zu fragen, wann wir unseren Kameraden helfen dürfen oder nicht, dann kann ich nur den über 1,3 Millionen freiwilligen Feuerwehrangehörigen raten, ihre Uniformen auf den Rathaustreppen niederzulegen."

Und weiter: "Nehmen Sie bitte meine Äußerungen sehr ernst und pfeifen Sie Ihre Dummschwätzer aus dem Ministerium zurück. Das Maß ist voll, wie der arrogante Staat seine Bürger behandelt, die auch noch ehrenamtlich tätig sind und das ohne Bezahlung."

Im letzten Absatz des Schreibens fordert Wieden eine Entschuldigung des Bundesinnenministers für seinen Referenten gegenüber der Feuerwehr – "bevor weitere Diskussionen in der Öffentlichkeit entstehen, deren Folgen nicht abzusehen sind".

(RP)