Leichlingen: Elvira nimmt erste Hürde

Leichlingen : Elvira nimmt erste Hürde

War das spannend: Familie, Freunde und viele Leichlinger fieberten gestern Abend mit, als Elvira Yao die Bühne betrat. Die 13-jährige Schülerin brauchte nur Sekunden, um das Publikum bei "The Voice Kids" auf ihre Seite zu ziehen.

Kein Wunder, verbindet sie mit Soul-Sängerin Oleta Adams, deren Hit "Get here" sie coverte, doch soviel. Ihr Auftritt begeisterte die Zuschauer - aber würde sie es schaffen, dass sich einer der vier Stars (Nena und ihre Tochter Larissa Kerner, Mark Forster, Sasha) umdreht? Denn nur das garantiert bei "The Voice" ein Weiterkommen - die Show, die zurzeit zu den angesagtesten TV-Formaten zählt und im Gegensatz zu anderen Casting-Shows keinen Klamauk oder herabwürdigende Szenen benötigt. Für Mark Forster, der im vergangenen Jahr der erfolgreichste Musiker in den deutschen Charts nach Justin Bieber war, gab es irgendwann kein Halten mehr.

Er drehte sich der 13-Jährigen zu und nahm sie in sein Team auf: "Als du gerade gesungen hast, hat es mich total gepackt. Ich musste einfach drücken", bekannte er: Die Stimme sei außerordentlich für eine 13-Jährige: "Das ist unglaublich, wirklich", lobte er. Sein Musikerkollege Sasha, der sich nicht umdrehte, es später aber bereute, fügte hinzu: "Die Sprechstimme ist noch derber, die ist echt krass."

Und Elvira Yao? Die verließ die Bühne unter dem Jubel des Publikums wie in Trance. K.o. aber überglücklich. "Das bedeutet mir so viel", teilte sie unserer Redaktion mit und fügte hinzu: "Es ist schon einer meiner größten Träume, auf der großen Bühne von The Voice Kids zu stehen." Kurz zuvor hatte sie noch gezittert und gesagt: "Ich hab so Angst, keinen Ton rauszubekommen, weil ich so aufgeregt bin."

Vielleicht hat aber auch die Songwahl geholfen, denn die Leichlinger Schülerin und die 1953 in Seattle (Washington) geborene Soul- und Jazz-Sängerin Oleta Adams verbindet einiges. Adams ist die Tochter eines Predigers und wuchs schon von Kindesbeinen an mit Gospelmusik auf. Elvira hat eine ähnlich tief gefärbte Stimme - und ebenfalls Gospelwurzeln: "Meine Mutter hat früher in der Kirche gesungen, da habe ich einfach mitgemacht", sagt sie.

Von heute an wird es für sie bereits wieder ernst. Denn es gilt, sich auf die "Battles" vorzubereiten, bei denen Elvira mit einem anderen Kandidaten im Duett singen muss. Dann entscheidet ihr Coach, Mark Forster, wer weiterkommt. Elvira ist ehrgeizig und hofft auf einen weiteren Erfolg. "Klar, ich möchte gerne ,The Voice Kids' gewinnen."

(RP)