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Leichlingen: Einmal Bratapfelseife, bitte

Leichlingen : Einmal Bratapfelseife, bitte

Es duftete und dampfte, es schmeckte und wärmte. Kurz: Das 14. Bratapfelfest in und am Stadtpark verwöhnte am Wochenende die Sinne der zahlreichen Besucher. Ungewöhnlich: Bratäpfel zu Körperpflege verarbeitet.

Es bratapfelte am Wochenende an allen Ecken und Enden: Der Namensgeber des heimeligen Markts auf dem Parkplatz Montanusstraße und im alten Stadtpark lockte nicht nur in essbarer Form. Am Stand von Jürgen und Angelika Siebert galt es vor allem, der Nase Vorrang zu geben.

Das Ehepaar aus Köln hatte nämlich handgesiedete Bratapfelseife im Angebot — die zur Körperpflege allerdings weniger zu gebrauchen sei, mutmaßte Jürgen Siebert. "Denn wer möchte schon nach Bratapfel riechen?", fragte der Händler. "Die Leute legen sich die dann eher in den Raum als Duftspender." Samstagnachmittag lief das Geschäft noch eher schleppend, "den größten Umsatz machen wir sowieso am Adventssonntag", sagte Siebert.

Adventsschmuck fürs Schwimmen

Bratäpfel zum Reinbeißen gab es bei der Leichlinger Tafel und der Dorfgemeinschaft Unterberg — wahlweise mit Vanillesoße oder Eierlikör garniert. Aber auch von anderen Ständen wehten beim Gang über den Markt verführerische Düfte herüber: Glühwein mit Rum, gebratene Mandeln, Granatapfelpunsch, Gemüsefladen, Feuerzangenbowle und Gulaschsuppe. Letztere pries der Rotary-Club Leverkusen-Opladen an, der erstmalig auf dem Bratapfelfest dabei war.

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Gegenüber funkelte der Weihnachtsschmuck der Grundschule Büscherhof, die auch solchen der ganz besonderen Sorte anbot: Die Kinder der zweiten und dritten Klassen und ihre Eltern hatten Ringe aus alten Knöpfen gefertigt. Die originellen Stücke erstrahlten in Blau-, Rot-, Grün- und Brauntönen. "Die Schüler haben die Kreationen entworfen, und ihre Eltern haben dann einzelne Knöpfe zusammengeknüpft", erläuterte Doris Eret vom Schulverein. "Das ist prima, die kann man ja dann auch beim Schwimmen anziehen", schwärmte eine Besucherin, die sich einen blauen Ring ausgeguckt hatte.

Auf dem 14. Bratapfelfest verteilten sich die Stände nicht nur auf dem Parkplatz Montanusstraße, sondern auch auf den alten Stadtpark. Im vergangenen Jahr hatte man wegen den Bauarbeiten am Busbahnhof auf den Park ausweichen müssen. "Es haben sich so viele Leute um einen Standplatz hier beworben, wir hatten Anfragen über Anfragen, mussten teilweise absagen", sagte Mitorganisator Klaus Ludwigs.

"Daher haben wir beschlossen, den Stadtpark mit einzubeziehen, und es hat sich jetzt bewährt." Sieben Stände seien hinzugekommen. Da wurde es besonders am Samstagabend kuschelig eng, als sich die Menschen im Schein der Lichterketten, die an den Platanen befestigt waren, dicht auf dem Markt drängten.

(jube)