Eichenprozessionsspinner an der Grundschule Büscherhof in Leichlingen

Eichen befallen : Eklige Spinner in der Grundschule Büscherhof

Raupenbefall auf dem Schulhof, hieß es am Dienstag. Kinder durften dort nicht mehr spielen. Am Mittwoch gab es Entwarnung.

  Für manche Kinder hieß es am Mittwoch schulfrei, zumindest wenn sie auf die Grundschule Büscherhof gehen und ihre Eltern sie lieber zu Hause haben wollten. Denn die Grundschule stellte es den Eltern frei, ihre Kinder am Mittwoch daheim zu behalten. Der Grund: Am Dienstag wurden auf dem Schulhof Raupen entdeckt, genauer gesagt Eichenprozessionsspinner.

Die Raupen haben sogenannte Brennhaare, der Kontakt mit diesen Brennhaaren kann zu starken Reizungen und allergischen Reaktionen von Haut, Atemwegen und Schleimhäuten führen. Wer also in Kontakt mit diesen Raupen kommt, sollte zügig einen Arzt aufsuchen. Auch der längere Aufenthalt im Umfeld befallener Bäume sollte vermieden werden.

Ein Schulhof ist also ein denkbar schlechter Ort für diesen Raupenbefall. Deshalb ließ die Schule das Areal am Dienstag sofort sperren und bestellte eine Spezialfirma ein. Die rückte am gestrigen Mittwoch an, und entfernte die Raupen. Gerrit Hochmuth von der Firma Baumwerk rückte mit seinem Mitarbeiter Thomas Sydenham an. In Schutzanzügen, mit Mund- und Augenschutz, kletterten sie an Leitern in die Bäume und sammelten die Raupen ab.

„Insgesamt waren es neun Nester an verschiedenen Stellen in zwei Bäumen“, sagte Gerrit Hochmuth nach der Aktion. Um 13 Uhr war der Spuk am Büscherhof vorbei und der Schulhof konnte wieder freigegeben werden. Und das bedeutet für die Schüler der Grundschule: Am heutigen Donnerstag geht der Schulbetrieb wieder normal weiter.

Die Eichenprozessionsspinner treiben aktuell in vielen Städten ihr Unwesen, begünstigt durch das warme Wetter. So hat die Stadt Leverkusen gerade erst eine Mitteilung herausgegeben, in der sie vor den Insekten warnt. Charakteristisch sind demnach die in der Krone, an Astgabeln und Stämmen gebildeten Gespinste sowie die langen weißen Haare der Raupen und die typische Anordnung der Tiere während ihrer „Prozession“ von den Gespinsten zu den Fraßstellen an den Blättern.

Laien verwechseln den Eichenprozessionsspinner häufig mit der Gespinstmotte, die verschiedene Gehölze völlig kahl frisst und komplett mit Netzen einspinnt. Diese Raupe ist völlig ungefährlich und tritt in der Regel nicht bei Eichen auf.