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Leichlingen: Durchwachsen: Karneval im Zelt

Leichlingen : Durchwachsen: Karneval im Zelt

"Karneval mal anders" hieß es am vergangenen Samstag im Leichlinger Kleinkunst- und Kabarettzelt. Vor allem temperaturmäßig stimmte die Aussage: Das schwach besuchte Zelt erinnerte an eine Sauna.

Fast noch ein halbes Jahr dauert es, bis die neue Karnevalssession losgeht, auch in Leichlingen. Da dachte sich der Prinzenclub, man könnte doch, mitten in der karnevals-freien Zeit, mal ein wenig Karnevalsatmosphäre in die Stadt holen und sich ganz zwanglos treffen.

Gedacht getan – es traf sich gut, dass gerade die Kabarett- und Kulturtage im Zirkuszelt im Eicherhofpark stattfinden. Die geeignete Location hatten Hans Hülsbeck und seine Mannen vom wie Phönix aus der Asche auferstandenen Prinzenclub damit gefunden. Am Samstag war es soweit, "Karneval mal anders" hieß es zur ungewöhnlichen Startzeit von 14 Uhr.

Auch Gäste aus Solinger Bereich

Diese Zeit war mit Bedacht gewählt, denn das Programm sollte nicht länger als bis 18 Uhr dauern, damit die Fußballfans noch rechtzeitig zum Champions-League-Finale kamen. Präsident Hülsbeck freute sich, als er die Präsidenten von nicht weniger als fünf Karnevalsgesellschaften aus der Umgebung, insbesondere auch aus dem Solinger Bereich entdeckte. Damit war ein Ziel erreicht: das zwanglose Klönen untereinander, vor allem über die zurückliegende Session.

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Positiv auch die Begrüßung, kein endloses Herunterbeten von diesen oder jenen Prominenten – gerade einmal Karl Reul wurde namentlich genannt. Doch alles in allem war das Zelt, das sich erheblich aufgeheizt hatte und temperaturmäßig eher an Karneval in Rio erinnert, doch dünn besetzt.

Von den Vereinen waren, wenn überhaupt, nur kleinste Gruppen vertreten, sodass nicht so recht karnevalistische Atmosphäre aufkommen wollte. Es mag am Wetter, am Termin nach dem Brückentag oder vielleicht an der wenig karnevalistischen Zelt-Atmosphäre gelegen haben, so richtig wie im Karneval war es nicht an diesem frühsommerlichen Samstagnachmittag.

Ein kleines Rahmenprogramm war angekündigt, zwei Künstler traten auf. Das war einmal Andreas Conrad, der Mann mit der Quetschkommode bei Brings. Er hatte als Leverkusener keinen weiten Weg. Als "singender Türsteher" ist "de kölsche Kraat" Ramon Ademes bekannt geworden, zuletzt beim Mallorca-Opening im "Bierkönig" am "Ballermann". Er ist ein Nachwuchsstar im Kölner Karneval, der sich sehen lassen kann. Das war dann aber auch das ganze Rahmenprogramm im Festzelt.

Ansonsten war ein gemütliches Beisammensein angesagt, das den Karnevalisten und auch ein paar anderen Karnevalsfreunden die Zeit bis zum 11. im 11. verkürzen half. Mehr aber auch nicht.

(RP)