Ein Tag im Bergischen Land: Diepentalsperre - alter Rittersitz als Ausflugsziel

Ein Tag im Bergischen Land : Diepentalsperre - alter Rittersitz als Ausflugsziel

Bei Sonne ist die Diepentalsperre ein gefragtes Fleckchen Erde. "Bei Regen drehen hier höchsten Hundebesitzer ihre Runden", sagt Marianne Halbach. Seit gut einem Jahrhundert betreibt ihre Familie die Anlage im Naherholungsgebiet Diepental - mittlerweile in der fünften Generation. Dazu zählen Freibad, Bootsverleih, Minigolfplatz und Gastronomie. Sie weiß: "Das ist hier ein reines Sommergeschäft."

Besonders Naturliebhaber zieht es an die von 1900 bis 1904 künstlich angelegte Talsperre, im Besitz der Familie Halbach ist Diepental seit 1897. Ursprünglich war das Gelände ein Rittersitz mit Wasserburg. Nur Mauerreste erinnerten noch an die Ära. Etwa 18 bis 20 Grad beträgt zurzeit die Wassertemperatur im Waldquell-Bad. "Bei uns gilt eher das Kneippkurprinzip. Wir sind kein Spaßbad, Familien mit kleinen Kindern fühlen sich bei uns sehr wohl", betont Halbach. Ausgestattet ist es mit einem Massagebrunnen, einem kleinen Kinderbecken und einem "Rinnsal" für die Jüngsten. "Babys gehen da gern mit den Füßchen rein", weiß die Betreiberin. Viele kommen, um nah an der Natur zu sein, Tiere zu fotografieren und Enten zu füttern. Gerne auch vom See aus. Dafür stehen Tret- und Ruderboote zum Verleih bereit. Aber auch ohne Wasser kommen Besucher auf ihre Kosten: Der Minigolfplatz ist während der Saison täglich geöffnet - vorausgesetzt, das Wetter stimmt.

Auch Jogger und Nordic-Walker nutzen die Talsperre gern. "Alles ist ebenerdig, die Runde ist klein, zum Teil asphaltiert und zum Teil ein Waldweg", erläutert Marianne Halbach. Wanderer erhalten am Kiosk auf Nachfrage auch den "Wanderrabe"-Führer. Eine Einkehr ist in der Bauernstube möglich.

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