Leichlingen: Die Feuerwehr als Hunderetter

Leichlingen : Die Feuerwehr als Hunderetter

Die Leichlinger Feuerwehr ist nicht nur schnell an jedem Brandort, sie hilft auch, wenn es anderswo mal brennt: zum Beispiel am Dienstag, als sie einen Hund aus einem Brombeerstrauch befreite. Nicht der erste Tier-Einsatz.

Dass Hunde Brombeeren mögen, darf bezweifelt werden. Insofern war es auch nicht der Hunger, der einen Hund am vergangenen Dienstag gegen 14.30 Uhr dazu veranlasste, am Hans-Karl-Rodenkirchen-Weg in einen Brombeerstrauch zu springen. Der Golden Retriever hatte sich vielmehr offensichtlich während des Gewitters am frühen Nachmittag vor einem Donnerschlag erschreckt und war in das Dickicht geflüchtet.

Doch dort steckte er fest und kam alleine nicht mehr heraus. Ein Fall für die Leichlinger Feuerwehr. Mitglieder des Löschzugs eins (Stadtmitte) machten sich sofort auf den Weg. Am Ort angekommen schnitten sie einen Zugang frei, und das Tier konnte wieder zurück zu seinem Besitzer springen.

Sogar für Pferde gerüstet

Keine große Sache, wie Feuerwehrsprecher Thomas Schmitz gestern auf Anfrage unserer Zeitung erklärte — aber immerhin ein Einsatz, wie er immer mal wieder vorkommt. Denn auch Tierrettungen gehören zu den Aufgaben der Wehrleute. "Sie sind nicht gerade häufig, aber wir müssen darauf vorbereitet sein", sagt er. Beispielsweise verfügt die Leichlinger Wehr über eine Art Tragegeschirr, mit der Pferde oder Kühe, die in ein Loch gestürzt sind, angehoben werden können. "So etwas ist bei uns bisher allerdings noch nicht vorgekommen", berichtet Schmitz. Die bisherigen Tier-Einsätze seien meist unspektakulärer gewesen.

- So musste im Sommer vergangenen Jahres der Hund "Arthuro" aus einer misslichen Lage in den Leichlinger Sandbergen befreit werden. Der Rüde hatte sich auf einen kleinen Vorsprung der Steilwand in zwölf Metern Höhe verirrt. Die Leichlinger Feurwehr rettete ihn mit einer Abseil-Aktion. r Mit der Drehleiter und zwei weiteren Fahrzeugen sorgte die Feuerwehr im September 2001 im Brückerfeld dafür, dass eine Taube gerettet werden konnte, die sich in einem Netz verfangen hatte.

- Und am Riedbach halfen die Feuerwehrleute auch schon mal Entenküken, die sich in einem Abwasserrohr verfangen hatten.

Spektakulär sei das alles nicht, betont Schmitz, gleichwohl sei es immer ein schönes Gefühl, auch einem Tier in Not helfen zu können.

Dem Golden Retriever wurde übrigens zum zweiten Mal geholfen. Er hatte sich im September 2011 schon mal im Haus-Vorster-Wald hoffnungslos verfangen — ebenfalls in einem Brombeerstrauch.

(RP/jco/ila)
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