Die alte neue „Kurt-Eia-Benner Hammerwurfanlage“ in der Balker Aue

Umbenennung in der Balker Aue : Die alte neue „Kurt-Eia-Benner Hammerwurfanlage“

Der Blütencup Leichlingen hatte die Umbenennung bei der Stadt beantragt, um die herausragenden Leistungen des verstorbenen Trainers zu würdigen.

Ehrenbürger der Stadt Leichlingen, Träger des Bundesverdienstkreuzes und nun eine nach ihm benannte Sportanlage: Der im vergangenen Jahr kurz vor seinem 84. Geburtstag verstorbene Trainer Kurt „Eia“ Benner ist seit Samstag Namensgeber der Hammerwurfanlage auf dem Sportplatz in der Balker Aue. Der Verein Blütencup Leichlingen, dessen Gründungsmitglied Kurt Benner war, hatte im Januar dieses Jahres bei der Stadt die Umbenennung beantragt, um die herausragenden Leistungen des Leichlinger Leichtathletik- und Rasenkraftsport-Trainers zu würdigen. Dominique Rondé vom Blütencup und der stellvertretende Bürgermeister Jens Weber hoben in ihren kurzen Ansprachen das sportliche Wirken Benners hervor, bevor die neue Tafel am Eingang zur Hammerwurfanlage und ein Erinnerungsstein direkt am Ring enthüllt wurden.

„1978 hat Eia die Rasenkraftsportabteilung im Leichlinger Turnverein gegründet und die Sportler bereits 1988 in die Bundesliga geführt“, erinnerte Rondé. 787 deutsche Meistertitel gehen auf das Konto der von Eia trainierten Athleten, vor allem aber 14 Europameister. Spitzensportler wie Kay Arand, Sarah Lippold, Marc Okun, Michelle Döpke und viele mehr gehörten zu Benners Schülern. „Diese Lebensleistung muss gewürdigt werden“, sagte der Blütencupler. Mit seiner Entscheidung für die Umbenennung der Anlage sei der Rat dem Wunsch des Vereins nachgekommen, sagte Jens Weber. Man müsse sich immer wieder fragen, wie man Leichlingen auch künftig attraktiv halten könne und was die Blütenstadt in wenigen Worten beschrieben ausmache. „Eia hat es uns mit dem Rasenkraftsport vorgemacht und Leichlingen damit ein Alleinstellungsmerkmal verliehen“, betonte er.

Das Trainer-Urgestein hat tatsächlich nicht nur herausragende Athleten geformt, sondern die Stadt unter anderem durch die regelmäßige Organisation der Werfertage und Wurfmeisterschaften überregional bekannt gemacht. Nach seinem Tod würdigte ihn der Leichtathletik-Verband Nordrhein: „Seine besondere Gabe war die Menschlichkeit seinen Sportlern gegenüber und die Motivation, die er auf sie übertrug. Eia konnte begeistern, für seine jungen Athleten war er in zunehmendem Alter eine Vaterfigur.“

Nun dürfe an sein Lebenswerk aber nicht nur erinnert, es müsse auch in die Zukunft getragen werden, forderte der stellvertretende Bürgermeister: „Kurt Eia Benner hat ein Zeichen für die Zukunft Leichlingens gesetzt. Er hat sich um unsere Stadt verdient gemacht. Möge der Rasenkraftsport in seinem Sinne weitergehen.“ Im Anschluss an die Enthüllung des Gedenksteins fand auf der Kurt-Eia-Benner Hammerwurfanlage ein Gedächtniswerfen mit internationalen Gästen statt.

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